Konvertierung Savage Westeros

AW: Savage Westeros

Hab ich! :p Jetzt weiß ich aber immer noch nicht mehr über die Westeros-Conversion. ;)
 
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Hier findet man die aktuelle, auf SW:EX-Regelfassung abgeänderte Fassung: http://www.savageheroes.com/conversions/Savage_Westeros.pdf

Ich hatte den Thread dazu im Pinnacle-Forum nicht näher verfolgt (Westeros hat mich nie sonderlich begeistern können - liegt am Autor der Bücher). - Es könnte sein, daß es sich um eine "Freihand"-Savage-Worlds-Adaption auf Basis der Bücher und Online-Quellen handelt. Es könnte aber auch eine Adaption auf Basis der D20/Tristat-DX-Ausgabe des zugehörigen Rollenspielproduktes sein. - Näheres wird sicher gerne Der Finsterling als Autor dieser Setting-Adaption selbst beantworten.
 
AW: Savage Westeros

Jetzt habe ich mich ein wenig eingelesen in diese Conversion. - Ein paar Sachen hätte ich anders gehandhabt, doch ist dies eben die übliche Geschmackssache/Stilvorliebe, nichts Tragisches.

Was ich jedoch BESONDERS interessant fand: Der Finsterling hat die "mittelgranulare" Hausregel von Storn für ausgespielte Massenschlachten hier integriert.

Ich habe auf der Basis dieser (im Pinnacle-Forum leider schon lange verschollenen) Ideen von Storn für seine Forgotten Realms Kriegsführungen, die er mit MEHR Detail als es das SW Mass Combat System hergibt, aber eben NICHT als reine 1:1-Tabletop-Massenaffäre durchspielen wollte, für meine aktuell einem fulminanten Schluß in Form einer Endschlacht zustrebende Fantasy-Kampagne auch entsprechende Verfahrensweisen herausgearbeitet, die es mir erlauben auf einer großmaßstäblichen "Feldherrenkarte" Figuren, die ganze Einheiten von Truppen darstellen, zu manövrieren und die Kämpfe CoSim-artig, aber nach Savage Worlds Mechanismen durchzuspielen. (Was ich nicht brauche, weil es sich hier wirklich nur um einen Endkampf und nicht um fortgesetzte Kriegshandlungen handelt, sind die "Versorgungspunkte", die Storn und die Der Finsterling verwenden.)

Nett, daß diese gute Idee von Storn hier im kriegsintensiven Westeros-Setting wieder Anwendung findet. - Definitiv ein Pluspunkt dieser Conversion.

@Der Finsterling: Hast Du von Storn direkt seine konkret bei der Forgotten Realms Kampagne verwendeten Regeln erhalten? Ich kenne ja nur den von mir abgespeicherten uralten Thread aus dem Pinnacle-Forum von vor ein paar Jahren.

Nebenbei: Die bei der Conversion enthaltene Kriegskampagne ist sehr interessant und auf jeden Fall lesens- und auch spielenswert.

Nach meiner Lektüre würde ich beinahe ein Sehr Gut für diese Conversion vergeben (zuviele Rechtschreibfehler im Englischen mit Bedeutungswechsel (z.B. Maze statt Mace) und Formatierungsprobleme, sowie Lesbarkeitsprobleme bei manchen Abbildungen/Karten lassen keine Bestnote zu). - Aber eine VERDAMMT GUTE Conversion ist es schon geworden!
 
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JAber eine VERDAMMT GUTE Conversion ist es schon geworden!

Danke für die Blumen ;)

Ich hab mir die ursprüngliche d20-Version besorgt von Guardians of Order (so hießen die glaub ich) und wollte die als Grundlage verwenden. Hab ich dann aber relativ rasch verworfen, weils doch sehr.... "naja" war.
Hab mir im wesentlichen die Bücher, ein paar Fan-Wikis mit allgemeinen Infos und The Hedge Knight geschnappt und das ganze in meine Version von Savage Westeros destilliert.

Bez. Storn's Regeln: Ich hab ein wenig mit ihm gemailt, aber viel mehr als das, was er im Forum geschrieben hatte, gabs nicht. Waren auch nur handschriftliche Notizen ;-)
Ich hab mir den Thread irgendwann mal abgespeichert, aber nicht wieder gefunden. Die Massenschlacht-Regeln orientieren sich an dem, woran ich mich von Storn's Ideen erinnern konnte.

Zu den Rechtschreibfehlern: Mea Culpa. Ich wollte eigentlich bei der Aktualisierung auf SW:EX das ganze noch mal überarbeiten, aber dann hat mir die Zeit gefehlt. Und "externe" Lektoren hatte ich nicht, drum freut mich das Gesamt-Lob umso mehr. ;-)
 
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Ich hab mir die ursprüngliche d20-Version besorgt von Guardians of Order (so hießen die glaub ich) und wollte die als Grundlage verwenden. Hab ich dann aber relativ rasch verworfen, weils doch sehr.... "naja" war.
Also taugt die auch nicht als "Nachschlagewerk" für den Hintergrund?

Hab mir im wesentlichen die Bücher, ein paar Fan-Wikis mit allgemeinen Infos und The Hedge Knight geschnappt und das ganze in meine Version von Savage Westeros destilliert.
Das ist, wenn es sich nicht um ein NUR für ein bestimmtes anderes Rollenspiel EIGENS geschriebenes Setting handelt, eh der besser Weg. - Man ist so wenigstens nicht versucht andere Regelmechanismen abzubilden, sondern nur die Setting-Information.

Bez. Storn's Regeln: Ich hab ein wenig mit ihm gemailt, aber viel mehr als das, was er im Forum geschrieben hatte, gabs nicht. Waren auch nur handschriftliche Notizen ;-)
Das kenne ich irgendwoher. :D

Die meisten meiner Savage Worlds Conversions mache ich auf einem Schmierzettel, den ich ins Original-Szenario reinlege (und der aufgrund meiner Handschrift nur begrenzte Zeit nach dem Schreiben noch lesbar ist; liegt er zu lange herum, dann kann ich ihn selbst nicht mehr entziffern). - Savage Worlds erfordert ja glücklicherweise keinen großen Schreibaufwand zum Festhalten von Spielwerten, so daß ich gerade bei PDF-Quellen einfach einen Ausdruck mit breitem weißen Rand mache und dort die SW-Werte hinschreibe. - Bei Regelentwürfen sieht es ähnlich aus.

Wie gehst Du PRAKTISCH mit den Einheiten für detaillierteren Massenkampf um?

Ich hatte vor Einheiten mit Größen zwischen 20 und 50 als eine Figur (Figure-Flat) zu verwenden. Daneben möchte ich besondere Figuren als Einzelfigur führen. Größere Einheiten bilde ich, indem ich mehrere Figure-Flats per Büroklammer an einen Pappstreifen klemme. - Ich dachte mir, daß ich statt dreier Wundstufen, die ich für viele Einheiten schwer zu verwalten finde, lieber einfach aus einer Mehrfach-Einheit eine Figur vom Pappstreifen entferne. Beispiel: Eine Einheit mit 200 Bogenschützen, je 50 werden durch eine Figur repräsentiert, bekommt einen Treffer, der zwei Wundstufen verursachen würde. Ich nehme dann einfach zwei Figuren aus dem Viererstreifen heraus. So kann ich die ausgedünnte Einheit sofort als solche erkennen.

Ich bin leider zu wenig tabletoperfahren, um hier noch praktischere Lösungen unter Beibehaltung der SW-Grundmechaniken zu ersinnen. - Bis über 500 Figuren haben wir noch nach dem normalen Kampfsystem gespielt. Alles darüber hinaus mit dem Massenkampfsystem. Eine Stufe dazwischen wäre sicherlich sehr wünschenswert (war da nicht mal ein Combat Toolkit angedacht?).
 
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Also taugt die auch nicht als "Nachschlagewerk" für den Hintergrund?

IMHO tut sie das durchaus. Für d20 finde ich die Regeln auch gar nicht so schlecht, aber diese Konvertierung klingt auf jeden Fall interessant, auch wenn ich bislang noch eher kritisch gestimmt bin, ob man mit SW in der Lage ist das so zu spielen, wie ich Westeros gerne spielen würde. Aber ich lasse mich gerne eines besseren überzeugen.
 
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Ich nehme das AGoT RPG von Guardians dann auch mal in Schutz. ;) Wunderschön aufgemachtes Regelwerk und der Inhalt stimmt auch.

Das einzige was für mich Savage Worlds für Westeros interessant macht ist auch das hervorragende Massenkampfsystem. Ansonsten bin ich eher wie Delta skeptisch ob Savage Worlds wirklich die Spielatmosphäre vermittelt, die ich mir bei Westeros vorstelle - schließlich ist das Setting an sich ziemlich unpulpig.
 
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Als reines Hintergrund-Nachschlagewerk is es ok. Dann find ich den Preis wiederrum heftig.

Ich hab einfach Papierstreifen genommen, kleinere Varianten der Unitcards, mit den "Wundkästchen" und einer Bezeichnung drauf. Nicht sehr stylisch, aber für die paar schnellen Playtests ausreichend.

Und SW zu pulpig für Westeros? Find ich nicht. Jedes Setting ist so pulpy oder gritty wie ich die Athmossphäre ansetze, finde ich. Ich behaupte mal, dass meine Spieler kein einziges der SW Settings, die ich bis jetzt gemeistert habe, als "Pulpy" bezeichnen würden.

Was genau stellt ihr euch für eine Kampagne in Westeros vor? Vor allem im Hinblick auf was das Regelwerk unterstützen/verhindern könnte?
 
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Jo, Savage Worlds ist mir zu "heroisch" für Westeros. Wenn man das "Feeling" von Ice & Fire an den Spieltisch bringen will darf auch das Leben eines SCs nicht viel wert und schnell verwirkt sein, und das läuft dem Wild Card-Prinzip IMHO recht schnell zuwider.
 
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Weil? Bei mir sterben auch Wildcards recht flott.

Und Sandor Clegane, Jayme und die ganzen andern sind doch keine 0815-Typen, oder?
 
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Natürlich sind sie das nicht. Bei Ice & Fire ist die Dichte an "08/15-Typen" nämlich erschreckend gering, wenn man sich anschaut wie verdammt viele Charaktere da auftauchen die eben genau das sind, echte "Charaktere" und nicht nur Abziehbilder, dann bleiben da die weitaus meisten anderen Romanreihen weit zurück dahinter. Und selbst diese herausragenden Chars sterben schnell. Interessanterweise wären gerade die von dir genannten meine besten Beispiele dafür, dass auch die angeblich "härtesten" Chars aus Ice & Fire eben keineswegs Übermenschen sind (was Wildcards irgendwann definitiv werden) und auch ganz schnell und unspektakulär draufgehen oder eben ihrer ach-so-besonderen Fähigkeiten beraubt werden.

Ganz abgesehen davon ist mir SW einfach zu "grobkörnig" für Westeros und die Kompetenzkurve der Chars viel zu steil, eine Westeros-Kampagne wäre für mich etwas dass sich über Monate und Jahre hinwegziehen soll, im typischen SW-Tempo wären die Chars da ja ruck-zuck Legendary Rank und damit auf einem Niveau dass so IMHO in Westeros einfach nicht existieren sollte.
 
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Ganz abgesehen davon ist mir SW einfach zu "grobkörnig" für Westeros
Das ist tatsächlich ein Argument, welchem sich JEDE Conversion und Setting-Adaption für Savage Worlds stellen muß. MIR sind z.B. in DL:R die meisten der mir WICHTIGEN Details des Weird West unter den Teppich gekehrt worden. Daher spiele ich auch weiterhin für dauerhaftere Deadlands-Runden lieber Classic.

Aber ein und dasselbe Setting hat auch oft unterschiedliche Seiten, Facetten, die sich - im Rollenspiel in den Vordergrund gerückt - ganz anders darstellen. Meine Babylon 5 GROPOS Runde hatte sich nur auf diese rein militärische Seite des B5-Settings, ganz ohne die große Politik und das Spirituelle, beschränkt. Und da funktioniert eine Savage Worlds Adaption bestens. - Bei einer eher politik-intensiven Runde, wo persönliche Eigenschaften wie Loyalität, Haß, usw. (am besten regeltechnisch auch noch quantifiziert) eingebracht werden sollen, da wäre ein anderes Regelsystem eher in der Lage das in den Vordergrund zu stellen, was man vom B5-Setting in DIESER Runde spielen möchte.

Gibt es im Westeros-Setting KEINE Facette, die Savage Worlds gut unterstützt?

Doch! - Die Massenkämpfe wurden ja schon genannt. Gibt es noch andere?

und die Kompetenzkurve der Chars viel zu steil, eine Westeros-Kampagne wäre für mich etwas dass sich über Monate und Jahre hinwegziehen soll, im typischen SW-Tempo wären die Chars da ja ruck-zuck Legendary Rank und damit auf einem Niveau dass so IMHO in Westeros einfach nicht existieren sollte.
Und wie ist das mit der D20-Adaption? - Immerhin ist ja GERADE D20 mit seinen Adventure-Path-Durchlauferhitzern für Charaktere berühmt dafür, daß man es in 12 Szenarien von Level 1 bis Level 20 schaffen kann und SOLL.

Die XP-Vergabe, das (mögliche) Umsetzen von Bennies in XP, kann ein Spielleiter schon leicht selbst steuern. Und von "ruck-zuck auf Legendary Rank" kann ICH jedenfalls nach ein paar Jahren Spielerfahrung NICHT berichten. Da ist JEDER XP wirklich VERDAMMT HART verdient worden.

Ein Problem haben Roman-Settings (und auch viele Filme) auf jeden Fall: Die Helden dieser Geschichten starten oft in solidem bis gutem Kompetenzniveau. Ihnen gelingt, was den meisten Bewohnern des Settings nicht gelingt (und von Versagern wollen eh nur Jammerlappen lesen). - Aber diese Charaktere STEIGERN ihr Können über die Romane/Filme PRAKTISCH NICHT MEHR.

So gesehen sind "Aufstiegsgeschichten", für die D&D, D20, Savage Worlds, u.v.a.m. ausgelegt sind, nicht das Treffende für solche Vorlagen.

Eigentlich müßte man einen sehr erfahrenen und/oder kompetenten Charakter erschaffen, der aber praktisch nicht mehr weiterentwickelt wird. - Das ist so ziemlich das GEGENTEIL von dem, was man als "Normalrollenspieler" so an ÜBLICHER Charakter-Entwicklung gewohnt ist.

Traveller und andere Lifepath-Charaktererschaffungssysteme gehen da anders vor. - Bei Traveller ist die spätere, also nach der Charaktererschaffung erfolgende, "Lernerei" eher gering ausgeprägt.

Wäre also Westeros eher mit einem ausführlichen Lifepath-System (wie Artesia - Adventures in the Known World) zur Charaktererschaffung und einem praktisch keinen Kompetenzzuwachs ermöglichenden Lernsystem im laufenden Spiel "besser" abgebildet?
 
AW: Savage Westeros

Bei einer eher politik-intensiven Runde, wo persönliche Eigenschaften wie Loyalität, Haß, usw. (am besten regeltechnisch auch noch quantifiziert) eingebracht werden sollen, da wäre ein anderes Regelsystem eher in der Lage das in den Vordergrund zu stellen, was man vom B5-Setting in DIESER Runde spielen möchte.

Da dieser Aspekt für mich bei Babylon 5 ebenso wie bei Song of Ice & Fire nicht nur wichtig ist, sondern sogar im MITTELPUNKT steht sehe ich eben SW als eher unpassendes Regelwerk dafür an.

Gibt es im Westeros-Setting KEINE Facette, die Savage Worlds gut unterstützt?

Doch! - Die Massenkämpfe wurden ja schon genannt. Gibt es noch andere?

Das sicherlich, man kann sicher problemlos eine ganze Menge in der Welt spielen und da mit SW jede Menge Spaß haben, so wie B5 GROPOS damit sicher großartig funktioniert spricht nix dagegen eine verwegene Söldnerkampagne in Westeros zu spielen die sich nicht großartig um das "Big Picture" schert. Das ist es aber eben NICHT, was das Setting für mich ausmacht, deshalb bin ich eher kritisch.

Und wie ist das mit der D20-Adaption? - Immerhin ist ja GERADE D20 mit seinen Adventure-Path-Durchlauferhitzern für Charaktere berühmt dafür, daß man es in 12 Szenarien von Level 1 bis Level 20 schaffen kann und SOLL.

Nun zum einen zB durch die massive Reduzierung von Hitpoints, wie man sie auch bei B5 d20 finden, durch die Abschaffung gewisser überzogener Feats (von der kompletten Abwesenheit von Spellcasting ganz abgesehen) und durch die Differenzierung "weltlicher" Klassen hat man IMHO schonmal einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Das heißt nicht dass ich AGoT d20 für eine sehr gute Umsetzung halte, dazu finde ich d20 einfach zu eingeschränkt, aber es ist eine solide, spielbare Umsetzung die alles im Rahmen machbare versucht um nahe an der Welt zu bleiben.

Die XP-Vergabe, das (mögliche) Umsetzen von Bennies in XP, kann ein Spielleiter schon leicht selbst steuern. Und von "ruck-zuck auf Legendary Rank" kann ICH jedenfalls nach ein paar Jahren Spielerfahrung NICHT berichten. Da ist JEDER XP wirklich VERDAMMT HART verdient worden.

Damit ersetzt man ein Problem mit einem anderen, nämlich dem das ich mit Stufensystemen wie D&D und SW sowieso habe: Motivation. Wenn ich nach einem Spielabend nach Hause gehe will ich meinen Char steigern können. IMMER. Wenn ich das nicht kann, wird diesem Spielabend in meinem Kopf IMMER ein schlechter Nachgeschmack anhängen, der meine Motivation spürbar mindert. Das ist ein subjektives Problem, aber für mich dennoch sehr entscheidend in meiner grundlegenden Ablehnung von Stufensystemen. Wenn man bei SW jetzt noch die XP-Vergabe runtersetzt dass man nur noch alle 2, vielleicht sogar nur noch alle 3 Sitzungen aufsteigt, wäre das für mich ein MASSIVER Spaßverlust.

Ein Problem haben Roman-Settings (und auch viele Filme) auf jeden Fall: Die Helden dieser Geschichten starten oft in solidem bis gutem Kompetenzniveau. Ihnen gelingt, was den meisten Bewohnern des Settings nicht gelingt (und von Versagern wollen eh nur Jammerlappen lesen). - Aber diese Charaktere STEIGERN ihr Können über die Romane/Filme PRAKTISCH NICHT MEHR.

Ich finde dass Song of Ice & Fire da geradezu VORBILDLICH ist, alleine durch den langen Zeitrahmen der angelegt wird finde ich dass da jede Menge Charakterentwicklung auch auf Kompetenzniveau drin steckt, die sich sehr gut in einem Rollenspiel umsetzen lässt. Nur, da man sich eben auf einem deutlich "realistischeren" menschlichen Niveau befindet braucht diese Entwicklung eben ihre Zeit, gerade dafür finde ich ein "feinkörnigeres" System einfach BESSER, weil man hier auch kleinere Schritte im Charakterwachstum nachvollziehen kann und auch ein langsameres Wachstum trotzdem motivierend bleiben kann.

Wäre also Westeros eher mit einem ausführlichen Lifepath-System (wie Artesia - Adventures in the Known World) zur Charaktererschaffung und einem praktisch keinen Kompetenzzuwachs ermöglichenden Lernsystem im laufenden Spiel "besser" abgebildet?

Ein Lifepath-System? Gerne, bitte einmal als Maxi mit ner Coke dazu :) Gerade den Kompetenzunterschied zwischen jungen Chars und älteren könnte man so schön darstellen, ohne gleich deutlich zu machen "Der eine fängt auf Stufe 1 an, der andere schon auf 4". Wachstum im Spiel darf gerne gewährt bleiben, nur eben langsamer als bei SW üblich. Ich bin ja mal auf das Ice & Fire-RPG von Green Ronin gespannt, auch wenn wir darauf wohl leider noch eine Weile warten müssen.
 
AW: Savage Westeros

Und selbst diese herausragenden Chars sterben schnell. Interessanterweise wären gerade die von dir genannten meine besten Beispiele dafür, dass auch die angeblich "härtesten" Chars aus Ice & Fire eben keineswegs Übermenschen sind (was Wildcards irgendwann definitiv werden) und auch ganz schnell und unspektakulär draufgehen oder eben ihrer ach-so-besonderen Fähigkeiten beraubt werden.

Also ne Wildcard, auch Legendary, bringt man in SW trotzdem recht schnell um. Es braucht nur einen Hinterhalt, eine Fernkampfwaffe, eine Überzahl an Gegnern... Nachdem's keine magischen Rüstungen oder Waffen gibt, hält sich das meiner Meinung nach in Grenzen.

Ganz allgemeiner Tipp von mir, um ein Setting "härter" zu machen: Beinharte Penalties auf Healing. Wenn das beste, was die Medizin hergibt, regelmäßiges Ansetzen von Blutegeln ist, dann gibt's per Standard einen -2 Wurf auf alle Healing-Proben und Natural Healing-Proben. Vielleicht mit nem Edge, der diesen Malus negiert.
Und auf einmal sind Wunden viel gefährlicher und auch die eine Wunde, die nicht gleich versorgt wurde, kann zu Infektion und Tod führen.
Was meinst du, wie vorsichtig da die Spieler agieren? ;-)

Ganz abgesehen davon ist mir SW einfach zu "grobkörnig" für Westeros und die Kompetenzkurve der Chars viel zu steil, eine Westeros-Kampagne wäre für mich etwas dass sich über Monate und Jahre hinwegziehen soll, im typischen SW-Tempo wären die Chars da ja ruck-zuck Legendary Rank und damit auf einem Niveau dass so IMHO in Westeros einfach nicht existieren sollte.
Gut, das mag sein. Wobei Legendary Charaktere meiner Meinung nach auch nicht so das Problem sind, aber ist halt Geschmackssache.
 
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Zum Thema Politik: Ich glaub, dass das auch mit SW geht. Schau dir mal die Gerichtsverfahren-Regeln aus meiner Conversion an, das ließe sich leicht adaptiert auch auf jede Art von Verhandlung anwenden.

Ich hatte in der allerersten Version noch Loyalitäts- & Autoritäts-Werte (gegenüber Lehnsherren bzw. Vasallen) und dergleichen bei den einzelnen Häusern und hab das dann wieder weggelassen, weil ich sowas lieber rollenspielerisch erarbeite als in harte Zahlen zu gießen. ("Nach eurer erfolgreichen Verhandlung über die Eheschließung zwischen Elder Frey und Fiona Karstark ändert sich der Loyalitätswert beider Häuser um +1" --> Igitt.)

Lifepath: Ist halt sehr, sehr aufwändig, sowas zu bauen und konsistent zu halten. Aber der Character Generator aus dem Fantasy Toolkit könnte da ein guter Anfang sein. Ersetzt das normale Charakterbauen vollkommen.
Für mich persönlich ist es einfacher, die Spieler ggf. mit unterschiedlichen Levels starten zu lassen. (Jon Snow: Novice, Tyrion: Seasoned, Jayme: Veteran, Eddard Stark: Legendary...), hängt aber stark von der Spielrunde ab. Bin mir zb nicht sicher, ob das mit meinen Runden einfach so funktionieren würde.
 
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