Rollenspiel ist kulturelle Appropriation

Zornhau

Freßt NAPALM!
Hier ein Link auf eine sehr gute Zusammenstellung dessen, was sich in den letzten Jahren so zum Schlimmeren entwickelt hat:

Die Quasi-Religiösität und vor allem die ENT-Solidarisierung und massive SPALTUNG, die hier im Gange ist und kein Ende findet, hat nun einmal auch das Rollenspielhobby erwischt und sorgt auch dort für Zerfall und Niedergang.
 

Samsonium

Steinreis
Tja, es wurde alles schon gesagt und inzwischen wahrscheinlich auch von jedem.^^
Was mich angeht, so spielt man in einem Rollenspiel eine Rolle. In der Regel etwas, das man im RL nicht ist oder auch bloß werden könnte. Cybersamurai und Hexenmeister gibt halt nicht. Wie man seinen Tagtraum spielen möchte, sollte so wenig wie möglich vorgeschrieben werden und momentane Politik darf gern stillschweigend aus der Ecke mit zugucken. Sowas hat im RPG höchstens mal als ingame Spielelement was zu suchen.
Außerdem sollte man eh nur mit Leuten zocken, die man mag und mit denen man sich gut versteht. Anders gehts bei mir nicht. Zumindest nicht lang.

Was die Medien angeht, so sind sie das Sprachrohr all derer, die dem Ruf des Dollar folgen. Also dem größten Haufen.
Ergo aller Politiker, die sich, wie traditionell vorgesehen, als Unterhaltungsabteilung der Wirtschaft verstehen, damit sie nach ihrer Politikerlaubahn maleinen richtigen Job kriegen. Dafür müssen sie sich im zweiten Bildungsweg der freien Wirtschaft natürlich erstmal beweisen und bewähren.
Und wer einfach seine eigene Meinung vertritt, dem muß dann halt der Twitter-, Twitch- und/oder Youtube-Account weggenommen werden.
Eine anständige Erklärung darf man nicht erwarten.

Solche Zustände möchte ich im Rollenspiel nicht sehen und werde sie auch nicht unterstützen.
Eine Organisation namens Lifes Matter hätte mich vielleicht interessiert, aber da augenblicklich nur Black Lifes Matter, haben diese Leute dort nix von mir zu erwarten.
Bei MTG ist es schon schlimm. Bei GW wollte man das auch machen, was Warhammer und WH40k noch mehr versaut hätte, als Primaris und Age of Sigmar zusammen. Arch tat gut daran, ihnen auf die Finger zu klopfen. Sein E-Mail Aufruf scheint gefruchtet zu haben. Naja, dümmer geht immer, gelle.
Mir jedenfalls gehen Leute die uneingeladen an mir herumdokorn wollen grundsätzlich nervig bis komplett kagge.
Soll jeder nach seiner Facon selig werden und andere in Ruhe lassen. So mag ich das im RPG, genau wie im RL.

LG Sam
 

Kowalski

Rollenspiel ist kulturelle Appropriation
Um mal wieder das Ursprungsthema und nicht die, wie man sieht uns MEHR umtreibenden, OTs zu bedienen:

Wie ist unser Selbstverständnis als RollenspielerI*nnen?
ich schreibe hier das I und das * einmal und denkt Euch das einfach mal immer mit, wenn es Euch wichtig ist, OK?

Sind wir das was wir spielen?
Also mal Sexisten, Psychopathen, Sadisten, Weichlinge, Unerschrockene, etc. pp.?
Oder *spielen* wir das nur?

Und, wenn wir es nur spielen, verändert uns das hin zu der Position die wir spielen?
Oder geht der Weg weiter? Wir probieren die Haltung, parodieren sie, und werden besser darin diese Haltung als solche abzulehnen?

Ich sehe die P.C. Seuche so das sie der Contaminationstheorie folgt.
(post-)Moderner Puritanismus

Man muss immer und überall auf der Hut sein, sonst stößt man irgend jemanden vor den Kopf.
Im vorauseilenden Gehorsam verengt man den Rahmen des eigenen Handelns und Tuns auf das jeweils akzeptable und fordert das auch von anderen ein.
Unabhängig davon ob jemand der vor den Kopf gestoßen werden könnte anwesend ist oder nicht

Wenn Worte zu Taten stilisiert werden
Wenn Verhalten zu Mikroaggression erhoben wird
Denkt man all das zu Ende kann es kein Rollenspiel mehr geben

ZU erkennen ist das auch daran das P.C. keine Witze kennt
Und geschmacklose Witze, Satire, es würdig ist das jemand seine Existenz, seinen Job, Laden oder Unternehmen verliert.
Dinge die juristisch unter "Darf man so sagen" fallen werden zu "Rauf auf den Scheiterhaufen" im P.C. Kontext

Eigentlich ist es klar
Entweder Post-Moderne Kritische Theorie gewinnt mit dem geistigen Einheitsbrei der da im Endeffekt herrscht (die Diversität geht da nur Skin-Deep)

Oder Rollenspiel gewinnt
Wo ich einen homosexuellen, sadistischen, schwarzen Sklavenhalter im Sudan spielen kann der sich den Spaß macht kleine weiße Sklavenjungs dazu zu treiben sich gegenseitig umzubringen.
Weil er es halt kann.
Und weil ihn die lesbische, feministische Zarentochter immer wieder um kleine Mädchen anhaut, hat er sogar Fortune auf dem Parkett der Diplomatie und wird in der Moschee hoch geschätzt

Und jetzt geht es darum die Bundeslade in einem Land knapp im Norden zu finden.
Oder etwas von den "Old Ones"
 
Du bist schon ein komischer Kauz. Einerseits wirfst du den Medien vor "Zwietracht" zu sähen, andererseits stellst du mögliche Verhaltens-Änderungen der Verlage als pure Gut / Böse Nummer ohne mögliche Zwischentöne dar.

Ich kann beim besten Willen nichts falsches daran sehen wenn man als Verlag / Autor aufpasst was man wie schreibt. Natürlich wird es weiterhin Settings geben in denen Rassismus und die Unterdrückung der Frauen (Settingbedingt) zum Thema gehören. Wenn sich die Verlage jetzt aber "genötigt" sehen eine Einleitung voranzuschieben in der die Umstände erklärt werden und das diese Dinge zwar zum Setting (oder der Zeit) gehören aber keineswegs in Ordnung sind dann hat niemand was verloren. Wenn sich Verlage / Autoren in Zukunft mehr Mühe geben nicht mehr 90 % der weiblichen Bevölkerung ihrer Welten als heiße Supermodells darzustellen haben wir ebenfalls nichts verloren.

Ist schon seltsam, es gibt hier im Forum dutzende Threads in denen lang und breit darüber diskutiert wird welche Regeln am besten Geeignet sind um Waffe XY oder die Wirkung von Rüstungen möglichst "realistisch" darzustellen. Aber wenn jemand fordert die Welten bitte mit realistisch gebauten Frauen zu bevölkern fühlt man sich auf den Schlips getreten ?
 

Maarzan

Würfelpriester
Edit:
So eine editorielle Einordnung bezgl. Reizthemen (im Rahmen des Machbaren - alles, was so ein PC-Hirn rauswirft und dann auch noch aktuell bleibend mit der neuesten Masche zu berücksichtigend wird wohl nicht leistbar sein) , würde wohl auch kaum so viel Widerspruch erzeugen - meinetwegen auch prominent auf den Rücken oder als Innencoverseite, erlaubt es doch eine informierte Kaufentscheidung.
Was ich da aber eher sehe ist der Versuch alles, was sich nicht einer PC-Einheitsnorm unterwirft, zu bekämpfen - teils auch mit untereinander unvereinbaren Forderungen wie z.B. oben im Zusammenhang mit der Appropriation beschrieben.

Ist schon seltsam, es gibt hier im Forum dutzende Threads in denen lang und breit darüber diskutiert wird welche Regeln am besten Geeignet sind um Waffe XY oder die Wirkung von Rüstungen möglichst "realistisch" darzustellen. Aber wenn jemand fordert die Welten bitte mit realistisch gebauten Frauen zu bevölkern fühlt man sich auf den Schlips getreten ?
Ich denke da reden wir über zwei weitgehend unterschiedliche Zielgruppen - die einen mit einem Fokus auf den textlichen Inhalt und die anderen, die für die Bilder empfänglich sind.
Für mich zumindest könnten die meist doch nur "zierenden" und nicht mit dem Inhalt verknüpften Bilder auch ganz raus oder auch durch Strichmännchen ersetzt werden. Genauso weg mit blöden Hintergrundillus und lieber anständig nummerierte Absätze wie früher manchmal. Erstere werden dann wohl auch üblicherweise Größen- und Gewichtstabellen haben, welche z.B. die typische Bandbreite an Körperformen zeigen. Aber ich erinnere mich auch noch grob an Mecker, wenn dann eine körperkraft-ausgemaxte Kämpferin wie ihr männliches Gegenstück über 2 Zentner wog ... .
 
Zuletzt bearbeitet:

Zornhau

Freßt NAPALM!
Ist schon seltsam, es gibt hier im Forum dutzende Threads in denen lang und breit darüber diskutiert wird welche Regeln am besten Geeignet sind um Waffe XY oder die Wirkung von Rüstungen möglichst "realistisch" darzustellen
Und in diesen Threads kommt immer wieder völlig zurecht der Punkt auf, wie SINNLOS eine solche "Realismusforderung" in einem UNTERHALTUNGSMEDIUM ist.
Die meisten Rollenspieler wollen doch gar keine realistisch-akkuraten Waffensimulationen, weil dies auch gleich eine realistische VERLETZUNGSSIMULATION mit sich brächte. Und das heißt dann: vollkommen UNHEROISCHES, UNCINEMATISCHES, ja geradezu paranoid gefährdungsvermeidendes Rollenspiel. Effektiv: KEINE Kämpfe mehr, denn mit einem Schwert einen Schnitt durch seine eigenen verdreckten Klamotten zu bekommen, samt Infektion der Wunde, notwendiger Amputation, die man eventuell nicht überlebt - das ist das, was bei "Realismus" herauskommt.

Effektiv ist Realismus eine MEGA-SPASSBREMSE.


Aber wenn jemand fordert die Welten bitte mit realistisch gebauten Frauen zu bevölkern fühlt man sich auf den Schlips getreten ?
Nein, sondern - siehe oben - es ist eine MEGA-SPASSBREMSE.

Klar kann man in manchen Settings und manchen Genres "normale" Leute spielen - die dann eben NORMAL-UNANSEHNLICH sind.

Nur, es ist ja immer noch ein UNTERHALTUNGSMEDIUM, will man ja mit dem Rollenspiel der alltäglichen HÄßlichkeit entfliehen.
Warum sollte also ein solcher Häßlichkeitsgeflüchteter nun in einem Rollenspielprodukt lauter "realistische" Leute dargestellt finden?
Das Entfliehen in Phantasiewelten ist ja zu einem guten Teil aus der Motivation der SCHÖNHEITSSUCHE getrieben.

Fantasy geht ja immer. In Fantasy ist die Umwelt noch nicht so versaut wie heutzutage, sind die Wälder gesund und grün, ist das Wasser im Bach trinkbar, usw.
Man wird in Rollenspielen im Kern ÜBERZEICHNETE Ideale vorfinden.
Sogar "Anti-Ideale" in Dystopien wie Degenesis oder Cyberpunk, wo halt ALLES SCHEISSE ist und das eben den Stil ausmacht. Da ist dann JEDER häßlich, aber auf eine coole, anregend illustrierte Weise - natürlich, denn die Ästhetik ist gerade bei Rollenspielpräsentation ungemein wichtig.

Ästhetik verkauft.

Selbst Häßlichkeit muß im Rollenspiel ästhetisch sein.

Normale Leute sind öde, sehen scheiße aus, hat man jeden Tag vor sich - mindestens beim morgendlichen Blick im Spiegel.

Eine Forderung jetzt lauter ätzende Gesichtsbaracken als Illustrationen in Rollenspielprodukten aufzunehmen statt gutaussehender ästhetischer Charakterdarstellungen, die man GERNE spielen möchte, weil sie um so viel BESSER oder zumindest COOLER aussehen als man selbst, ist einfach BEKLOPPT.

Das fordern nur Leute, die letztlich nicht daran interessiert sind, was Rollenspiel-KUNDEN wirklich wollen, sondern anderen Leuten nur mit MACHT und ZWANG ihren WILLEN aufdrängen wollen.

Wenn es einen so großen "BEDARF" an unansehnlichen Normalos in Rollenspielprodukten gäbe, dann würden diese einen solchen Bedarf auch bedienen.

Nur will das offenbar kaum jemand. So wenige, daß es sich einfach nicht lohnt und erst recht nicht verkauft, das zu tun.

Realistische Körperdarstellungen sind halt SPASS-BREMSEN.


Edit:
Das zweite Zitat oben bezieht sich - aus für mich nicht nachvollziehbaren (vermutlich sexistischen!) Gründen - nur auf Frauen und deren Darstellungen.
Meine obigen Ausführungen beziehen sich aber auf PERSONEN jeglichen Geschlechts (inklusive Aliens und jeglicher sonstiger fiktiver Wesenheiten).

Auch die Darstellung von Männern als durchtrainierte, muskelgebirgige Fitness-Protze ist nämlich für den "Normalmann" belastend, da so gut wie niemand auch nur eine Chance hat diesen körperlichen Idealtypus zu erreichen. Rollenspieler finden sich da natürlich(!) nicht wieder - sondern sie finden darin PHANTASIE-Figuren, die einfach andere körperliche Merkmale als sie selbst haben.

Realismus ist der TOD der Phantasie.
 
Zuletzt bearbeitet:

Maarzan

Würfelpriester
Effektiv ist Realismus eine MEGA-SPASSBREMSE.
So platt formuliert : für deinen Spaß, nicht meinen.

Sollten wir nicht froh sein über genug Diversität zwischen den verschiedenen Settings und Regelwerken, damit idealerweise für jeden etwas dabei ist und zumindest unterlassen dier Nische, so sie denn keinen Anspruch auf andere Werksinhalte nehmen will , in ihrer Nische auch noch anzupissen? Du musst ja kein Spiel mit Wundbrand spielen.
 

Supergerm

Spambothenker
Teammitglied
Realismus im Rollenspiel kann man nur relativ betrachten. Wirklich realistisch ist kein System, aber Hârnmaster ist z. B. realistischer als Splittermond und Millennium's End ist realistischer als Feng Shui. Und was man lieber spielt ist dann Geschmackssache.

Ein Vorherrschen von eher schlanken Personen in Rollenspielillustrationen mag übrigens (unbeabsichtigt) sogar ziemlich realistisch sein, wenn die Spielwelt an frühere Epochen angelehnt ist. Wir nehmen heute nämlich Leute, die in den Fünfzigern/Sechzigern schon als leicht dick galten, als schlank wahr.

OffTopic:
Noch was zum von mir hier im Thema verwendeten Begriff der Authentizität: Ein Beispiel für einen Mangel an Authentizität wäre z. B. eine Kampagne in der World of Darkness, die in den Neunzigern spielt, und in der dann die Leute andauernd Smartphones dabeihaben.
 

Kowalski

Rollenspiel ist kulturelle Appropriation
Nicht ganz erkennbar wen Du mit dem Post meinst, aus dem Kontext schließe ich erst mal so ein bisschen auf mich, bin aber nicht ganz sicher, weil ich meine Meinung nicht korrekt wiedergegeben sehe.

Einerseits wirfst du den Medien vor "Zwietracht" zu sähen,
Das war in einem anderen Post, der steht für sich, das sage nicht nur ich, ich plappere andere nach und kann die Kritik die sie äußern 120% nachvollziehen.
Tut aber zum Rollenspiel direkt nichts zur Sache

andererseits stellst du mögliche Verhaltens-Änderungen der Verlage als pure Gut / Böse Nummer ohne mögliche Zwischentöne dar.
Die Verlage sind mir ehrlich gesagt Wumpe, wenn sie eine gewisse Präferenz haben und unbedingt die neue, woke Klientel bedienen wollen und die alten Säcke mit dem guten Geld links liegen lassen wollen?
More power to them
ICh freue mich wenn es denen gut geht und kann dann auch Schadenfreude empfinden wenn sie mit den moralisierenden Änderungen eine Bauchlandung erleben.
Also Win-Win für mich sozusagen

Ist schon seltsam, es gibt hier im Forum dutzende Threads in denen lang und breit darüber diskutiert wird welche Regeln am besten Geeignet sind um Waffe XY oder die Wirkung von Rüstungen möglichst "realistisch" darzustellen. Aber wenn jemand fordert die Welten bitte mit realistisch gebauten Frauen zu bevölkern fühlt man sich auf den Schlips getreten ?
Ich habe UNS angesprochen
Die Verlage sind mir Wumpe
Ich habe genug Material zum Spielen bis zum sanktnimmerleinstag

Geht mir mehr im UNS, die Spieler, und ob wir uns von dem Trara um Woke-Culture (die Pennen halt halb, wenn man Intersektionalität zu ende denkt kommt man beim Individuum an, also da wo die Aufklärung schon im 18 Jahrhundert war) die erst noch ihr Aha-Moment erleben muss und dann untergehen oder in der Neuzeit ankommen, statt in der Archaik der kultischen Verehrung von Äußerlichkeiten, Totems und Götzen zu verharren.

Werden wir und kospirativ treffen müssen um nicht aus der Gesellschaft gekantet zu werden?
Dürfen wir nur Woke-Approvte Regelwerke spielen?
Müssen wir ein Outing auf den Sozialen Medien fürchten wenn wir einen Menschen spielen der nicht so ist wie wir selber
A la "Es dürfen nur Trans-actors trans Rollen spielen"

Natürlich ist das Gaga
Schau-SPIELEN ist das verkörpern von jemandem der man selber nicht ist...
Rollen-Spielen auch...
 
@Kowalski , verstehe ich dich richtig das du dir sorgen machst was du in deiner Spielrunde noch spielen darfst ? Falls ja kann ich dich beruhigen: Du darfst spielen was du willst. Einzige Einschränkung: Die anderen am Tisch müssen das mitmachen. Sollten deine Mitspieler sich querstellen mußt du dir halt welchen suchen die besser zu deinem Spielstil passen. Das war aber schon immer so.

@Zornhau , ich gebe dir recht das Realismus nicht immer Spielspaßfördernd ist. Das hängt aber auch (wie Supergerm feststellt) stark vom Setting ab. Es gibt halt auch viele Baustellen an denen Realismus den Spielspaß fördern kann. Wie so oft sollte man es nicht übertreiben aber allermindestens sollte ein Setting eine gewisse innere Logik haben. Ist sicherlich Geschmackssache, aber wenn 90 % der weiblichen NPCs Supermodells sind dann stört mich das eben und die weiblichen Charaktere der Gruppe können dann auch kaum noch durch gutes Aussehen hervorstechen (wenn sie das denn überhaupt wollen).

Und bevor das falsch verstanden wird: Ich möchte niemandem Aufzwingen das er sein Setting ändern sollte. Ich freue mich halt nur wenn es abwechslungsreichere Darstellungen von Charakteren gibt. Wie immer muß doch jeder für sich Entscheiden ob und was für Produkte er kauft.

Ich verweise auch gerne nochmal auf die Sarkeesian Diskussionen: Dort hat auch niemand durchgesetzt das Videospiele irgendwelche Kriterien erfüllen müssen. Das diente nur dazu darauf aufmerksam zu machen das man dort noch viel Luft nach oben hat und die Branche dadurch nur gewinnen kann. Das sehe ich hier ganz genauso.
 

Kowalski

Rollenspiel ist kulturelle Appropriation
Nein lieber, @Runenstahl, ich habe Angst um Dich und alle anderen, das ihnen aus einer im privaten akzeptablen Einstellung öffentlich der Strick gedreht wird.

Einen freundlicheren, gemäßigteren, Spieler oder SL als mich wirst Du mit der Lupe suchen müssen, auch wenn ich hier im Forum verbal auf die Kacke haue, bei Themen die mir ans Herz gehen
Und das ist Liberalismus, Toleranz und persönliche Freiheit

Wie schon öfters brennst Du in Deinem Oberstübchen einen Strohmann von mir ab der so gar nicht zu dem passt wie mich sonst andere sehe oder wie ich mich selber sehe

Das diente nur dazu darauf aufmerksam zu machen das man dort noch viel Luft nach oben hat und die Branche dadurch nur gewinnen kann. Das sehe ich hier ganz genauso
Dir sind also viele der neueren Titel gar nicht bekannt?
Es dauert bis sich etwas von Teambesetzung bis in ein fertiges Produkt durchsetzt.
Die Spielindustrie hat ziemlich kapituliert

Selbst die Deutsche Forschungsgesellschaft hat Kapituliert
Hier nuhr der Stein des Anstoßes

Und nach den Shitstorm die Stellungnahme von Nuhr

The West is lost
 
Was geht denn hier ab?
(... lies...)
Aha.
Mein aus dem Urlaub mitgebrachter Kräutersenf:
Das hat sich jetzt echt alles anhand der Illustration für die Kultur "Moha" im DSA5-Grundregelwerk hochgeschaukelt? Ohne Witz jetzt? Ich meine, ich kann es für DSA4.x gerade nicht nachprüfen, aber ansonsten gab es bei DSA seit 1988 in jedem Grundregelwerk eine Illustration des Heldentyps (jetzt: Der Kultur) Moha oben ohne. Und das ist offensichtlich angelehnt an afrikanische und amerikanische Kulturen, die Vorbild der Moha waren.
Die Kulturen im DSA5-Regelwerk sind mit insgesamt 12 männlichen und 14 weiblichen Figuren illustriert. Praktisch alles junge schöne Menschen (oder Zwerge oder Elfen). Man kann vielleicht monieren, dass bei den leichter bekleideten Illustrationen fast nur Frauen vertreten sind (an Männern ist da nur der fjarnische Bodybuilder), aber das war's auch schon.
Wenn man für Aufregekultur unter Außerachtlassung des Zusammenhangs ein Beispiel haben wollte, wäre das ein sehr gutes.

Aber das eigentliche Problem ist wohl eher, dass "solche Threads", und ihr wißt, was ich meine, die einzigen zu sein scheinen, in die überhaupt noch jemand seine Energie steckt (und sei es die Energie für einen ragequit). Da waren selbst Forenkriege über ARS, Railroading und Würfeldrehen noch besser.
 

Kowalski

Rollenspiel ist kulturelle Appropriation
Doch, im GRW auf Seite 107 bei der Kulturbeschreibung der Mohas. Es ist eine dunkelhäutige, also Afrikanischer Herkunft wenn man irdische Kulturen unbedingt vergleichen möchte.

Ansonsten ist das Bild gelungen, und liefert ein gutes Bild einer mohischen Schamanin. Ja, gerne. Abbildungen sollen dazu dienen, das das Buch verkauft wird, und nicht die irdische realität abbilden. Es ist Fiktion, und das ist gut so. Da darf alles drin sein an Abbildungen. Und ja, da will ich auch gut gebaute Damen sehen, auch die Männer haben Sixpacks. Stört mich nicht, auch wenn ich nie eins haben werde.

Wer ein politisch korrektes Rollenspiel haben will, kann sich eins kaufen oder schreiben. Ich will keins.
Bin ich der Einzige der die Äußerung von Forums-Chef hier ein wenig Tone-Deaf empfindet?

@Hoffi : Dir ist schon klar das gerade "ausgedachte" Religionen und Kulturen einfach nur unsere eigenen VORURTEILE wiedergeben?
Oder die VORURTEILE anderer persiflieren?

Die Spitze hast Du dann in einem Folgepost gemildert, trotzdem finde ich die Reaktion das sich dann einige als nicht-Willkommen fühlen absolut verständlich

Persönlich finde ich es besser wenn wir reale Kulturen und Religionen nehme und ggf. überzeichnen, da hat man meist einen Fundus an Schwarzen und Weißen Schafen so das das Gesamtbild eine situativ kontextualisierte Grau-Tönung gibt

Der um seine konvertierten Neu-Schäfchen besorgte Mönchs-Padre spielt dann den Gegenpart zum macht-geilen Solberminenbetreiber
Und in einer Abwandlung kann der Mönchs-Padre der Sadist sein der seine Schäfchen quält während der Silberminenbetreiber die Inquisition vom Hals seiner Minenarbeiter fern halten will und gleichzeitig eine Allianz mit dem lokalen Häuptling eingeht, nebst inoffizieller Heirat der Tochter (während zu Hause in Portugal die Gemahlin wartet wann sie denn nachkommen darf) Und der Kommandant der nahen Garnison trachtet danach die Leitung der Mine zu kriegen, seine Kontakte bei der Inquisition machen ihm Hoffnung

tl;dr:
Wir ALLE bringen unsere VORURTEILE in eine Spielsitzung ein
Menschen können nur so funktionieren (wir reduzieren die Komplexität auf handhabbare Mächtigkeit)
Regelsysteme können hier MEHR Vorurteile reinbringen, oder WENIGER
Ich wäre für WENIGER, weil mir bisher immer alle Welten (bis auf die, die die Erdkulturen zur erkennbaren Basis hatten) als zu spleenig/verkorkst vorkamen. I und ich mich nie so "einfühlen" konnte

P.S: Interessanterweise haben in meiner Spielerfahrung Spieler und Spielleiter mehr Cringe-Kontent erzeugt als es die Spielsysteme je gemacht haben. Was dann bei uns am Tisch zum offenen Augen verdrehen führte, aber als Teenie oder junger Twen hat man wohl noch Fantasien die man virtuell statt körperlich ausleben muss, nehme ich mal an. Ihr kennt sicher alle so einen Spieler, SL. Gell?
 
Persönlich finde ich es besser wenn wir reale Kulturen und Religionen nehme und ggf. überzeichnen, da hat man meist einen Fundus an Schwarzen und Weißen Schafen so das das Gesamtbild eine situativ kontextualisierte Grau-Tönung gibt
Vorurteile abbauen, indem man realweltliche Verhältnisse hernimmt und im Rollenspiel falsch darstellt (jaja, "überzeichnet")??? Aber sonst ist alles fit? :facepalm:
 
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