Freiheit des Himmels

Doomguard

wiedergeboren
Registriert
23. April 2003
Beiträge
6.765
Freiheit des Himmels

Es ist dunkel.

Die Schritte treiben mich umher,
viele Menschen um mich herum,
Gedankenverloren jeder von ihnen
am Rande der lauten Strasse

ich hebe den Kopf und öffne die Augen:

Die Wolkenfetzen am Himmel
Die Vögel im Flug nach Osten
Nie sah ich in solcher Klarheit:
Das Blau des Himmels

ich fühle mich frei.
gelöst die Fesseln der Angst
abgestreift das alte Gewandt
der entäuschten Hoffnung.

ich bin frei
gefangen im körper.


(dieses gedicht ist heute als eindruck relativ spontan auf dem weg von der schule nach hause entstanden als ich an derbushaltestelle gewartet habe, ich bin für inspiration, und stilistische kritik dankbar)
 
ich erkenne das gefühl, das du beschreibst - und du weißt ja wie wichtig das für mich ist....
etwas zum stil: von gedicht zu gedicht wird es angenehmer zu lesen, weiter so ;)
 
das verbuche ich doch mal als lob *grins* *verbeug*
qangenehmeres lesen, vielleicht liegt es daran, dass es stetig um angenehmere gefühle geht ;)

@ anonyme kritiker,
ich würde mich geehrt fühlen, wenn man die kritikpunkte disskutieren könnte, nur ohne weitere details kann ich schwer erkennen, was den kritischen eindruck hervorgerufen hat.
 
Das Gedicht beschreibt eine Momentaufnahme... Eine Momentaufnahme des Glückes und der Hoffnung. Das ist nichts besonderes, etwas, dass man in duzenden Gedichten jeden Tag findet. Das besondere an diesem Gedicht sind seine letzen beiden Zeilen.

Diese Zeigen Selbsterkenntnis und Objektivität. Ich hoffe du nimmst diese Erkenntnis deiner Gefangenschft im Körper als Fixpunkt im Leben, um von diesem "Hafen" aus weitere "angenehme Gefühle" zu sammeln und nicht als Kette, die dein weiterkommen behindert.

greetz lou
 
Hm... das zweitschönste auf der Welt, ist sich in einer lauen Sommernacht alleine aufs Dach zu legen und die Sterne anzuguggn...
 
also, das es ist dunkel bezieht sich nicht auf die tageszeit, sondern ist der zustand des sichtfeldes, wenn die augen zu sinbd, die ja später geöffnet werden. der himmel ist die ganze zeit so, nur, man sieht es nicht, da man am anfang ja die augen zu hat. ;)
 
ein hoffnungsschimmer am himmel sozusagen....

was ich ein wenig schade finde ist das der protagonist in dem fall die hoffnung durch dieses "ich bin frei
gefangen im körper." fast gleich wieder genommen wird...
 
es ist eine ehrliche auseinandersetzung mit beschränkten sein, in dem man gefangen ist. aber trotz der umstände gibt es hoffnungsblicke, wenn die wolken einen blick auf das tiefe unendliche blau freigeben.
ohne die letzten zeilen, würde man vermutlich wenig zum nachdenken angeregt werden. es schwingt ein bisschen der gedanke mit, das erleuchtung die fähigkeit ist, sich selber und seiner grenzen bewusst zu werden und aus diesem fundament heraus hoffnung und leidenschaft zu empfinden.
 
Zurück
Oben Unten