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Fallout the Boardgame

Dieses Thema im Forum "Gesellschaftsspiele" wurde erstellt von Hoffi, 9. August 2017.

Schlagworte:
Moderatoren: Supergerm, tobrise
  1. Hoffi

    Hoffi Hüter des Feuers Mitarbeiter Administrator

    Scathach, Ioelet, Ayhan Shakar und 3 anderen gefällt das.
  2. Alluidh

    Alluidh Halbgott

    Wir hatten gestern die Möglichkeit das Fallout Boardgame in seinem aktuellen Zustand auf der Spiel 2017 ganz in Ruhe antesten zu können. "In seinem aktuellen Zustand" ist bewusst gewählt, da noch nicht einmal die englische Version endgültig fertiggestellt ist. Zurzeit wird noch an den Regeln und den letzten Anpassungen und Abstimmungen gearbeitet. Aus diesem Grund kann es noch zu Änderungen kommen und uns stand für den Test nur ein Teil des Spielmaterials zur Verfügung sowie nur ein einziges Szenario. Dennoch hinterließ das Spiel schon einen recht guten Eindruck.

    What Makes You S.P.E.C.I.A.L.?

    Jeder der vier Spieler übernahm die Rolle eines Bewohners des Wasteland. Wir hatten den Bewohner einer Vault, einen Super-Mutanten, ein freundliches Mitglied der Brotherhood of Steel sowie einen Ghoul, dessen Part ich übernahm. Über wie viele verschiedene Charaktere das fertige Produkt verfügen wird kann ich leider noch nicht sagen, sicher ist jedoch, dass geplant ist diese Anzahl zukünftig noch zu erhöhen. Jedoch ist auch hier der Weg noch unklar. Die Unterschiede zwischen den Charakteren war jedoch direkt ersichtlich. Die Brotherhood of Steel ist von Hause aus extrem gut gepanzert, jedoch ist sie in der Reichweite ihrer Bewegung pro Zug eingeschränkt. Der Super-Mutant kann klasse austeilen, das Glaskinn jedoch ist mit einer Zielscheibe versehen und der Vault-Bewohner bildet den klassischen Durchschnitt im Bereich Bewegung, Austeilen und Einstecken. Bei all diesen Klassen ist der Lebensbalken von 2 Faktoren abhängig - Lebenspunkte und Verstrahlung. Jeder Treffer reduziert das Leben, währenddessen die Verstrahlung ansteigt. Ob dies durch die Gebiete oder die Einnahme von Nahrung erfolgt spielt dabei keine Rolle. Anders ist es beim Ghoul, der zwar mit reduzierten maximalen Lebenspunkten beginnt, jedoch keine negativen Auswirkungen der Radioaktivität befürchten muss. Das Gegenteil ist eher der Fall, da die Radioaktivität den Ghoul heilt. Doch was macht dich nun S.P.E.C.I.A.L.? Jeder Spieler startet mit einem vorgegebenen Buchstaben aus dem Bereich S.P.E.C.I.A.L. und einem zufällig gezogenen. Für gelöste Quest oder erledigte Gegner kann ein Charakter Punkte erhalten, die einen Marker auf der S.P.E.C.I.A.L. Liste vorwärts bewegen. Dies erfolgt von gefülltem Buchstaben zu Buchstaben. Wenn ein Spieler nun seine ersten 3 Punkte erhalten hat (Erster Buchstabe, zweiter Buchstabe, Ende der Skala) steigt er einen Level auf und kann aus dem Pool verdeckt zwei neue Buchstaben ziehen. Einer davon kann der S.P.E.C.I.A.L. Liste hinzugefügt werden, sofern der (oder die) Plätze noch nicht belegt sind. Sonst ist es ein Stufenanstieg ohne Auswirkungen :D Sollten sich, was gerade am Anfang eher der Fall sein sollte, einer der Buchstaben hinzufügen lassen, werden nun also 4 Erfahrungspunkte benötigt, um wieder einen Level aufsteigen zu dürfen (Wobei Level an sich das falsche Wort ist, aber das ist Wortklauberei) Weiterhin können die Charaktere noch mit Waffen und Rüstungen ausgestattet werden und bis zu 3 Items finden im Rucksack Platz, die allerdings auch beliebig austauschbar sind.

    Welcome to the Wasteland

    Werfen wir nun einen Blick auf das Spielfeld. Alle Spieler starten mit dem ersten Teil einer globalen Quest in einem Startgebiet, welches an Sanctuary erinnert. Allgemein kann gesagt werden, dass Design und Aufbau der an "Die Siedler von Catan" erinnernden Felder unglaublich gut von Fallout 3/4 und den Erweiterungen inspiriert wurden. Der Zug eines Spieler besteht nun aus 2 Phasen, die sich aus Aufklären, Bewegung oder Aktionen zusammensetzen. Aufklären deckt die verdeckten Kartenteile auf und erweitert den Bewegungsbereich der Spieler, Bewegung spricht für sich und ist abhängig von der maximalen Anzahl der Bewerbungspunkte der Spieler sowie der Kosten zum Durchqueren eines der Abschnittes eines Kartenteils und zu den Aktionen zählen unter anderem Kampf, Handel, Start einer Quest oder ähnliche Dinge.

    Auf die Questen werde ich nun etwas genauer eingehen. Wie schon gesagt startet das Spiel mit einem Szenario, an dem auch zwei Fraktionen aus dem Wasteland beteiligt sind und durch die Aktionen der Spieler an Macht gewinnen können. (In unserem Fall war es das Institut und die Railroad) Weiterhin wurde eine Quest aktiviert, die für alle Spieler gleichermaßen gültig ist und 2 Ziele aufwies. Entweder musste ein spezieller Ort besucht (was für Uns Diamond City war, das einzig andere offen liegende Geländeteil im Herzen der Karte) oder ein beliebiger Gegner erledigt erden. Je nachdem welcher Teil dieser Quest zuerst erledigt wird bestimmt dieser Teil die Folgequest mit dem Verweis auf eine Zahl zwischen 1 und 160 (Anzahl der globalen Questen), durch welche die Geschichte weitergeführt wird.

    Aber natürlich gibt es nicht nur die globalen Questen, es gibt auch noch zwei weitere Stapel für kleinere oder größere Gebäude oder Gebäudeansammlungen, die gesonderte Aufgaben für die einzelnen Spieler bieten. So traf ein Spieler auf der Abernathy-Farm einen Händler, der ihm 3 Optionen bot - Normaler Handel, Diebstahl oder Handel um seltene Gegenstände. Der Spieler entschied sich für den Diebstahl, scheiterte mit seiner Probe und wurde unsanft der Farm und dem Geländeabschnitt verwiesen. Natürlich wollte ich es besser machen und gerne handeln, weshalb ich mich auch auf den Weg zur Farm machte. Jedoch war der Händler verschwunden und ich traf auf eine etwas irre Dame, die eine Bombe in Händen hielt. Meine Versuche sie von ihrem Plan abzubringen scheiterten kläglich, weshalb die Bombe detonierte, Schaden verursachte, der allerdings mit auftretender Radioaktivität einherging. Als Ghoul fand ich die Situation nun nicht mehr ganz so schlimm, da ich fast so viel Heilung wie Schaden erhielt. Dennoch warf mich die Druckwelle aus dem Gebäude und direkt in die Flügel eines Rüsselkäfers. Dieser musste allerdings aus einer Beziehung mit einem Super-Mutanten entstanden sein, denn er griff direkt an, traf mich kritisch mit 10 Punkten und ich erreichte mit meinem letzten Lebenspunkt gerade noch eine angrenzende Radioaktive Fläche, um mich von der Umgebung etwas heilen zu lassen. Die komische Dame hingegen überlebte die Detonation ebenfalls, wurde auch durch die Druckwelle hinweg geschleudert und ihre Personenkarte dem Stapel für zufällige menschliche Gegner hinzugefügt. Auch ihre Geschichte ist somit noch nicht vollständig erzählt.

    Während ich also unter allen Umständen versuchte am Leben zu bleiben, um nicht als Neustart wieder im Startgebiet zu erscheinen, besuchten der Super-Mutant und der Vertreter der Brotherhood of Steel den Super-Duper-Markt. Natürlich war dieser auch nicht so verlassen, wie es von Außen den Anschein hatte ...

    Fazit zum aktuellen Zeitpunkt

    Als Fan der Fallout-Spiele war es ein weiter Weg von Fallout 1 bis Fallout 4 (und dem Ableger der Brotherhood of Steel) zum Fallout Boardgame. Wer allerdings an Fallout 3/4 seinen Spaß hatte, den erwartet mit dem Fallout Boardgame im Jahr 2018 ein Titel, der von der Umsetzung her in einer Liga mit dem großartigen Firefly Boardgame spielt. Erscheinungsbild, Items sowie die Art der Umsetzung bringen den kompletten Charme von Fallout 4 auf den Spieltisch. Die multifunktionalen Würfel sind das beste Beispiel für die Detaildichte. Während die Sterne über Erfolg oder Misserfolg von Questen sowie den erhaltenen Schaden entscheiden, geben die Trefferzonen-Bereiche im Pip-Boy-Stil Auskunft über den Erfolg unserer Angriffsbemühungen. Ausgeruhte Spieler können ihren entsprechenden Marker für einen zusätzlichen Würfelwurf opfern und selbst Dogmeat oder Codsworth sind wir in unserem Test schon über den Weg gelaufen. Trotz der Möglichkeiten und des Umfangs, von dem ich behaupte, dass wir bisher nur die Spitze des Eisbergs gesehen haben, ist das Spiel sehr schnell und trotzdem es nur einen Gewinner geben kann, der mit 8 Sieg-Punkten seinen Triumph zementiert, ist das Spiel vom Ablauf her recht schnell und bietet reichlich Interaktion zwischen den Spielern. An dieser Stelle sei auch noch einmal schnell das Spielbrett selbst erwähnt. Zwar bietet es durch die verschiedenen Kartensegmente schon reichlich zufällige Erscheinungsbilder, allerdings war dies den Machern des Spiels noch nicht genug an Variation. Jedes Geländeteil besitzt einen Pfeil zur Ausrichtung und die Richtung, die der Pfeil auf dem Startfeld vorgibt, bestimmt die Ausrichtung der kompletten Karte. Selbst wenn es dazu kommen sollte, dass verschiedene Teile zufällig doch wieder nebeneinander liegen sollten, ergibt sich auf diesem Weg dennoch eine andersartige Wegfindung.

    Für uns definitiv ein Must Have Titel für 2018. Die englische Version soll Q2/2018 erscheinen, die deutsche Version im darauf folgenden Quartal.
     
    Zuletzt bearbeitet: 27. Oktober 2017
    Scathach, Hoffi und Skar gefällt das.
Moderatoren: Supergerm, tobrise
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