CoC Allgemein Cthulhu ohne Frank Heller

AW: Cthulhu ohne Frank Heller

Läßt mich erst einmal ziemlich kalt. - Ich mochte das, was aus Call of Cthulhu hierzulande gemacht wurde, eh nie besonders.

Hoffentlich kommt jetzt vielleicht mal eine deutsche Fassung von Realms of Cthulhu oder gar Trail of Cthulhu zustande. Wünschenswert wäre es ja.
 
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Frank Heller war ja nie der tolle Unterhalter, aber sen Nachfolger ist glaube ich auch nicht besser.

Ich glaube auch nicht, das sich groß was ändert, denn Heiko Gill ist ja auch schon lange dabei.

Und ich pmag die deutschen Cthulhu-Sachen und es würde mich ärgern, wenn jetzt etwas anders wird.

Und ob sich Pegasus andere Lizenzen holt, wir werden sehen.
 
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Die Optik der deutschen CoC Sachen fand ich eigentlich immer sehr gut. Warum allerdings alles in b/w gehalten wurde, anstatt mal Farbe ins Programm zu bringen, fand ich sehr befremdend.
Inhaltlich ist CoC DE relativ langsam und manches Mal ueberlang. Da kommen mir die knapperen EN Fassungen eher entgegen. Schlimmstes Beispiel ist die Jack the Ripper Story im London Buch - Action geht in den vielen Seiten Beschreibung einfach verloren, und von einer Uebersicht wollen wir mal nicht sprechen.

Irgendwann hab ich aufgehoert den Kram zu kaufen, da sich der Pegasus Verlag in totaler Detailverliebtheit verloren hat und dem Spielleiter kaum noch Spielraum zugestanden hat und sich eine Spielrunde schnell zu einer Materialschlacht entwickelt hat. Hat mich dann an andere Spielsysteme erinnert, wo der Gewinner derjenige war, der ueber das meiste Zusatzmaterial verfuegte.

Nicht mein Ding, ich mag's gerne 'leichter', und die englischen Buecher zusammen mit englischsprachigen Spielern hat dann zu einem weitaus besserem Spielgefuehl beigetragen.
 
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Die Bände werden meinem minimalistischen Anspruch an Rollenspiele nicht besonders gerecht. Die Seiten sind schwarz-weiß gehalten und nicht gerade druckfreundlich, wenn es um Charakterbögen oder Handouts geht. Etwas mehr Farbigkeit und ein filigraner Designansatz hätten (wie oben bereits erwähnt) dem Spiel gut getan. Auch mit Fan-Lizenzen oder dem Übersetzen von vermeintlichen Konkurrenzprodukten tut sich Pegasus schwer. Die BRP-Regeln sind mir zu fertigkeitenlastig und für meine Begriffe gar nicht regelleicht.

Viele der publizierten Bände sind überladen oder bringen nur einen geringen Mehrwert. Die Cthuloide Welten wird nicht als PDF verlegt, obwohl manche Fans händeringend nach vergriffenen Abenteuern schreien. Die Traumlande, ein Band mit Mehrwert hätte man ausnahmsweise mal nicht-limitiert auflegen sollen. Auch fehlt ein echter 1880-90er Quellenband (neben London) im Stile von Private Eye , der aber zugunsten von

....jetzt gut festhalten...

Geheimgesellschaften zurückgestellt wurde.

Dazu kann ich nur sagen: not my cup of tea (leider :( )

Frischer Wind bei Pegasus hieße für mich ein Design wie bei Prometheus Games, Fanlizenzen wie bei Savage Worlds und die Fokusierung auf ein paar wenige Quellenbände (hardcover wie gehabt, aber DinA5) in Print und PDF! Die Cthuloide Welten als primäres Organ zur Veröffentlichung von Abenteuern inkl. PDF Ausgabe. Falls Chaosium dann auch noch zu überzeugen wäre, ein neues, leichteres System herauszurbingen, statt nur das überladene s/w Seitendesign von Pegasus zu übernehmen, dann wäre es perfekt.

Meine Kritik mag etwas hart klingen, aber sie ist auch ehrlich und konstruktiv gemeint.

Edit: Um mal noch ein paar positive Punkte herauszustellen:

- die Einsteigerregeln als PDF rauszubringen finde ich nach wie vor KLASSE!
- Mir gefallen Waffenhandbuch, Monsterhandbuch, Necronomicon-Bücherhandbuch ;) und das Arkana Cthulhiana-Zauberhandbuch (das sind gute und sinnvolle Quellenbücher)
 
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Fuer das Regelsystem kann der Pegasus Verlag nichts, das liegt in der Verantwortung von Chaosium. ;)

Aber das Fehlen von PDF Versionen der Buecher und das Nichtvorhandensein von Farbe ist etwas, dass in 2011 einfach nicht mehr zeitgerecht ist. Zumindest PDFs haette man farblich gestalten koennen.
Aber ich hatte mich mit Pegasus Press zum Thema PDF schon kraeftig in der Wolle gehabt. Ich finde deren Verhalten starrsinnig und staubig. Gerade Frank Heller war hier die Bremse.
Von daher wuensche ich dem Verlag einen guten 'Neustart' und hoffe, dass sie Ihre Politik aendern und einiges zum Besseren wenden.
 
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Auch wenn ich inhaltlich ähnliche kritik fahre sollte man zweis ahcne im kopf haben:

a) cthulhu verkauft sich mWn gut, warum also ändern
b) wieso sollte sich mit Frank Hellers Weggang oder Heiko Gills Übernahme etwas radikal ändern?
dazu giobt es weder dei motivation (siehe a) noch hängt es an einer einzelperson

weshalb das c) für mich kein grund der freude oder trauer ist, sondern ich einfach anerkenne dass unter Frank Heller ein stabiles Cthulhu entstanden ist.


PS. farbe in Cthulhu 20? Brauchts wirklich nicht...
 
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Zu b): ich will PDFs, da ich hier am Ende der Welt keine Buecher einfliegen lassen kann! ;) Und Herr Heller war die Hauptperson, die sich wehemend gegen PDFs ausgesprochen hat. das koennte sich aendern - ist nicht viel, aber doch ein Schritt.

Zu c) ja, immerhin hat er CoC bestaendig gemacht. Das erkenne ich auch an.

Farbe: braucht es nicht, aber vergilbte Seiten a la SWEX saehen manchmal doch recht schoen aus. RoCt z.B. Ist wirklich gelungen, auch thematisch.
 
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Fuer das Regelsystem kann der Pegasus Verlag nichts, das liegt in der Verantwortung von Chaosium. ;)

Das weiß ich ja, die Lizenz ist nunmal so. Da kann auch Pegasus nichts für. Aber es wäre schön, wenn Pegasus schonmal Trail of Cthulhu und Realms of Cthulhu in deutscher Übersetzung zulassen würde, denn Pegasus hat ja die Exklusivlizenz und somit auch die Entscheidungsbefugnis in diesen Dingen, wenn ich nicht irre. Wäre echt ein netter Zug und ein Votum für die Systemfreiheit und -vielfalt. Die Angst, dass dann die Zahlen in den Keller gingen, kann ich nicht so richtig teilen. Es würde doch neue Kundenkreise erschlossen, die dann entsprechendes Quellenmaterial auch bei Pegasus kaufen würden - denn viele Quellenbände eignen sich systemübergreifend zum Gebrauch.
 
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Ich bin kein Kunde für Call of Cthulhu. Aber ich wäre vielleicht einer für Realms of Cthulhu
 
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Was ich auf jeden Fall gut finde, ist diese so frühzeitige Ankündigung der ganzen Sache. Das lässt nicht wie bei einem anderen uns wohl bekannten Verlag einen komischen Beigeschmack entstehen, sondern scheint so eine sinnvolle Planung der Übergangsphase anzukündigen. Ich hoffe das zumindest stark.
 
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Die gleiche Sachlage wie bei Thomas Römer bei DSA.

Thomas Römer ist offener was du denkst. Vielleicht liegen auch die Entscheidung zu DSA die dich gestört haben mögen gar nicht bei ihm sondern bei anderen.

Außerdem ist das eine völlig unbefriedigende Antwort. Denn sie sagt absolut nichts aus.

Was genau hat dich an CoC gestört, was an Frank Heller gelegen hat und was sich deiner Meinung nach unter Heiko Gill ändert.

Zu den PDFs:

Welcher Deutsche Verlag außer Midgard veröffentlicht denn seine Sachen im großen Stil als PDFs ?
 
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Zu den PDFs:

Welcher Deutsche Verlag außer Midgard veröffentlicht denn seine Sachen im großen Stil als PDFs ?
Je nachdem, welche Maßstäbe man anlegt, dann kann man durchaus die Meinung vertreten, daß KEIN EINZIGER deutscher Rollenspielverlag IRGENDWAS "in großem Stil" auch nur als Druckwerk veröffentlicht. - In großem Stil = 100.000+ Auflagen. Darunter ist es KEIN "großer Stil".

Wenn man aber mal anschaut, welche deutschen Verlage ihre Produkte als PDF anbieten, dann wird man durchaus fündig. Feder&Schwert hat z.B. alles Engel-Material und jede Menge WoD-Bücher als PDF verfügbar. Prometheus Games bietet fast alle aktuellen SW-Produkte als PDF-Fassung an.

Gerade bei handout-intensiven Publikationen will man ja nicht ständig die Bindung seines Buches überstrapazieren, um das Zeugs herauszukopieren oder einzuscannen, sondern insbesondere Abenteuerbände und Kampagnenbände sind als PDF einfach attraktiver denn als Druckwerk. - Quellenbände und allen voran Regelbände sind allein schon wegen der bequemen Volltextsuche zur Vorbereitung eigener Abenteuer in PDF-Format um Größenordnungen praktischer und zeitsparender als Bücher (selbst solche mit tauglichem Index) zu wälzen.

Ein Verlag, der heutzutag KEINE PDF-Produktstrategie hat, ist in der Rollenspiel-Vorzeit stecken geblieben. - Wenn SELBST MIDGARD, das ja nun nicht gerade die erste Nennung bei Fragen nach Innovationskraft und Modernität sein dürfte, eine PDF-Strategie umsetzt, die FUNKTIONIERT, dann sollte dies ein größerer Verlag mit einem größeren Produktspektrum schon lange hinbekommen haben.

Wer gegen PDF-Rollenspielprodukte ist, der nimmt eine ähnliche Position ein, wie diejenigen, welche damals beim Abschied vom Tonband gegen Musik-Kassetten waren, oder beim Abschied von der Schallplatte gegen Musik-CDs, oder beim Abschied von Video-Kasseten gegen DVDs, usw. - Damals kamen sie als vernagelte Fortschrittsfeinde rüber. In der Rückschau schüttelt man über solche Leute heute mitleidig lächelnd den Kopf.
 
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Je nachdem, welche Maßstäbe man anlegt, dann kann man durchaus die Meinung vertreten, daß KEIN EINZIGER deutscher Rollenspielverlag IRGENDWAS "in großem Stil" auch nur als Druckwerk veröffentlicht. - In großem Stil = 100.000+ Auflagen. Darunter ist es KEIN "großer Stil".

Dann ist mein Maßstab ein anderer wie deiner, denn ein Verlag wird nicht mehr Auflage produzieren als er verkaufen kann. Und da ist mein Maßstab nunmal der deutschsprachige Markt, denn daraus rekrutieren sich wohl die Kunden.

Wenn man aber mal anschaut, welche deutschen Verlage ihre Produkte als PDF anbieten, dann wird man durchaus fündig. Feder&Schwert hat z.B. alles Engel-Material und jede Menge WoD-Bücher als PDF verfügbar. Prometheus Games bietet fast alle aktuellen SW-Produkte als PDF-Fassung an.

Okay, das sind zwei Verlage.


Wenn SELBST MIDGARD, das ja nun nicht gerade die erste Nennung bei Fragen nach Innovationskraft und Modernität sein dürfte, eine PDF-Strategie umsetzt, die FUNKTIONIERT, dann sollte dies ein größerer Verlag mit einem größeren Produktspektrum schon lange hinbekommen haben.

Wobei Midgard bei weitem nicht alles als PDF verkauft. Es sind vor allem ältere ABenteuer und die Gildenbriefe die dort als PDF verkauft werden, keine Regelwerke oder aktuellen Abenteuer. Da setzen JEF weiter auf die Printpalette.

Und sonst ? Olysses schafft es nicht, Pegasus halt nicht, 13. Mann nicht. Alles in allem sind die Rollenspielverlage wohl nicht besser als die Buchverlage, die mit Ebooks nicht so recht nachkommen, zumal die dt. Buchpreisbindung es ihnen nicht so richtig erlaubt, die Preise wie in den USA günstiger zu machen.
 
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Pegasus hat offensichtlich mehr Einsehen als Du in die BEDÜRFNISSE des Rollenspielmarkts nach PDF-Produkten:

Für die Zukunft will auch Pegasus auf die PDF-Schiene aufspringen und - zunächst über drivethroughRPG - PDFs verkaufen. Zu Beginn die Basiswerke, aber auch Abenteuer und vergriffene Publikationen, für die sich ein Nachdruck nicht rechnen würde, sollen auf diesem Wege den Weg zu den Spielern finden.
Quelle: Roachware: Mehr von Cthulhu

Das ist doch mal eine wirklich positive Nachricht, finde ich.
 
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Oh ich sehe die Bedürfnisse durchaus ein, bei DSA warte ich seit über einem JAhr auf die PDFs der Regelwerke. Und würde wahrscheinlich auch ABenteuer als PDFs kaufen.

Ich habe ursprünglich nur auf Pansophys Klage über Pegasus reagiert und geschildert, wie es bisher so aussieht in Deutschland, das heißt nicht, dass ich das begrüße.

Ichhabe nur etwas dagegen, wenn man einem Verlag etwas vorwirft, was andere Verlage auch nicht besser machen. Das macht es sicher nicht besser, aber halt auch nicht schlimmer.
 
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Auch wenn Frank Heller nicht ganz den Stil präsentiert hat, den ich schätze, fand ich ihn sehr symphatisch, hab mir oft den Cthulhu-Newsworkshop auf der Nordcon von ihm gegeben, weil er auch einer wahr, der ehrlich und offen gesagt hat, wie der Hase läuft und spannenfde Einblicke bot.

Ich bin mir sicher, dass Heiko Gill, der ja u.a. die Cthulhu - Hexer von Salem-Linie betreut hat, einen sehr ähnlichen Stil vertriet.

Beiden in jedem Fall alles Gute!
 
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