BDSM und das Böse

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Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass im Rollenspiel BDSM hauptsächlich in Zusammenhang mit Charakteren (Organisationen, Kulturen, ...) genannt wird, die "böse" beziehungsweise die Gegner der Spieler sind.

Das Beispiel, das mich zu diesem Thread getrieben hat, waren die beiden Schergen des korrupten Offiziers in "Escape from Bahamut" (The Red Star) - deren BDSM-Beziehung, obwohl für das eigentliche Geschehen wenig relevant, kurz skizziert wird. Aber auch ein Blick in das Book of Vile Darkness (D&D) zeigt bezeichnenderweise auf welcher Seite des Gesinnungsspektrums dort beispielsweise Sadism (samt zugehöriger Untermauerung mit Regeln, Items, Spells, ...) eingeordnet wird. DSA wirkt schon ein wenig offener, auch wenn zumindest mir mit Dexter Nemrod hier zunächst auch kein Charakter mit unbedingt weißer Weste als erstes Beispiel einfällt (und das zweite Beispiel, Oron, wird dann auch nicht gerade weißer...).
Von diversen Dunkelelfen, Schwarzmagiern und Serienmördern fange ich erst gar nicht an.

Habt ihr weitere Beispiele, und (viel interessanter!) auch Gegenbeispiele dafür?

mfG
bot
 
AW: BDSM und das Böse

Zählen Mönche und anderweitige Gläubige die sich selbst geißeln? Bei Warhammer(40K) & Warmachine gibt es auch Dinge die in die Richtung gehen, aber da die Welten eher Grau-in-Grau sind, wäre das sicherlich kein allzu positives Gegenbeispiel.
 
AW: BDSM und das Böse

allein die äusserliche und mehr oder minder entsexualisierte verwendung von kleidung mit (bd)sm bezügen dient nahezu durchgängig zur attributisierung als 'böse'. ich denke da an lederriemen, nietenelemente, masken etc. für einen riesen haufen an gegnern. da dürfte jedes schwarze magic deck genug an bildern liefern.
dabei wird das ganze zwar entsexualisiert aber der bezug bzw. hintergrund ist dennoch da. die thematisierung von sex und dann auch noch bdsm sex ist noch einmal eine andere kiste. mir fallen da aber insgesamt wenig bis keine beispiele ein.

in sofern würde ich für äussere bdsm signale, kleidung etc. behaupten wollen das sie ausserhalb von spielercharakteren letztlich durchgehend zur kategorisierung als 'böse' dient. und gerade der unergründliche sadist ist ja tatsächlich ein ausgelutschter, aber doch bedrohlicher archetyp. nur ist auch da die sexualisierung meist ausgeblendet oder dient als zusätzliches horrorelement.


interessant wäre da evtl. auch der shade maker aus dem contract directory (SLA)...irrer psycho mit sadistischem grundtrieb, dazu unhygienisch und ein icht im text begründetes cyberelement das penis und schädeldecke verknüpft...
nicht bdsm, aber sadist, dazu assoziiert mit 'schmutz' und dann dieses doch wieder sexualisierte cyberelement...
 
AW: BDSM und das Böse

Grausamkeit gehört meistens zum Standardrepertoire der Antagonisten, da ist der Weg zum Sadisten für viele offenbar nicht mehr weit und nur passend.

Der Dominator im BoEF ist aber immerhin nur lawful und nicht zwingend evil. ;)
Dass die Zuordnung BDSM = Belkelel so nicht funktioniert ist spätestens seit der besseren Ausarbeitung der tulamidischen Rahjakirche zu erahnen und es gibt genügend Leute (mich eingeschlossen), die darauf immer wieder hinweisen - müssen. Oron hat ja leider in den Publikationen wirklich fast den Eindruck gemacht ein ganz normaler BDSM-Staat zu sein, andererseits passt es wohl zur Erzdämonin, die Grenzen verwischen zu wollen.
 
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Habt ihr weitere Beispiele dafür?

MMn in den Forgotten Realms die Göttin Loviatar und ihre Kirche:

Zitat aus dem Forgotten Realms Deities Web Enhancement (3E)

Loviatar (loh-vee-a-tar), the goddess of pain, suffering, and torture, is lawful evil. She is called the Maiden of Pain, the Willing Whip, and the Patron of Torturers. She is a cruel and sadistic deity, and enjoys nothing more than the agonized screams of those she torments. Torturers and those who derive perverse enjoyment in
inflicting pain on others worship her. Her followers believe that pain is the ultimate truth and the greatest pleasure—in both giving and receiving. She and her followers despise Ilmater and his worshipers, and they hate them all the more because they refuse to scream satisfyingly while being tortured.
 
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Bei Mage the Awakening steht in Keys to the Supernal Tarot ein nichtböses BDSM Legacy drin, die 'Whipping Boys'. Das dürfte als Gegenbeispiel zählen, oder?
 
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Könntest Recht haben. Beim alten Mage:the Ascension war in den Büchern fast jeder Cult of Ecstasy SLC der BDSM praktizierte letztlich entweder ein Infernalist oder ein Nephandus. Kein besonders reifer Umgang mit dem Thema.

Zählen Mönche und anderweitige Gläubige die sich selbst geißeln?
Ich glaube das ist noch was anderes (da nicht zum sexuellen Vergnügen praktiziert), ist aber mit ähnlichen Stereotypen belastet (Selbstgeißler sind zu fast 100% als humorlose, xenophobe und komplexbeladene Inquisitoren (mit oder ohne offizielle Absegnung durch ihre Kirche) dargestellt, deren einziger Daseinszweck darin besteht sich wie Arschlöcher aufzuführen).
 
AW: BDSM und das Böse

Ist in dem zusammenhang auch noch von interesse ob es um die Dominirende oder unterwürfige Rolle geht ?
 
AW: BDSM und das Böse

Könntest Recht haben. Beim alten Mage:the Ascension war in den Büchern fast jeder Cult of Ecstasy SLC der BDSM praktizierte letztlich entweder ein Infernalist oder ein Nephandus.
Beweise? Der "Prince of Pain" war ein Archetyp, der weit davon entfernt war, Nephandus zu sein, und die einzige Person, die mir jetzt spontan einfällt, bei der explizit dabei stand, dass sie BDSM betreibt, war die Hermetikerin Avis Malone - und die war auch kein Nephandus.
Mag allerdings sein, dass sie bei MRev zurückgerudert sind.
 
AW: BDSM und das Böse

Wie würde es den BDSMlern gefallen auf einmal nicht mehr sterotypen Vorbild für die Bösen sein zu dürfen???
Das würde dem ganzen doch die exklusie evilness rauben...BUG du Attentäter auf den Glauben an Klischees!
 
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Ich kann mich an ein Cthhulhu-Now Abenteuer erinnern (ein Sammelband mit mehreren Abenteuern) wo einer der Tatverdächtigen ein bluttrinkender BDSMler mit seinem eigenen SM-Dungeon war. Er war ein Red Hering, aber man mußte halt in der BDSM-szene ermitteln und ich kann mich noch erinnern daß es IMHO ohne große moralische Wertung beschrieben wurde-abgesehen davon daß die besschriebenen BDSMler alle eine Neigung fürs Bluttrinken/Vampirspiele hatten. Meines Wissens eine sehr kleine Untergruppe der SM-gemeinde. :)
War aber auch Ok, da die Ermittler ja gezielt solche Personen gesucht hatten.
 
AW: BDSM und das Böse

Seien wir ganz ehrlich, auch in der öffentlichen Wahrnehmung oder in anderen Medien kommt BDSM auch nicht gut weg. Zur Erinnerung muss man sich nur mal Pulp Fiction mal wieder anschauen. Eine etwas positivere Berichterstattung gab es erst in den letzten Jahren. Und RPGs spiegeln da auch nur den geist der Zeit wieder, in der sie geschrieben worden sind.

Zum anderen sind die meisten RPGs (wir sollten vielleicht an der Stelle von Rollenspielen im allgemeinen sprechen ^^) in einer gewissen Weise entsexualisiert – meist wird ja höchstens etwas angedeutet. Aber das dürfte auch sinnvoll sein, vor allem in Publikationen. BDSM da konkreter inkl. der Motivation des NPCs zu Beschreiben ist nicht sinnvoll, vor allem wenn der GM (und die Spieler) nicht das notwendige Hintergrundwissen hat und die Situation einschätzen kann oder einfach kein Interesse daran hat.

Und falls die Initiative direkt vom SC kommt? Ich sitze beim Rollenspiel mit Freunden und Bekannten zusammen und möchte gar nicht alles über ihre sexuellen Interessen wissen.

Eine andere Geschichte sind Geißelungen, wie sie auch im Christentum und Islam vorkommen. Eigentlich steht da ja keine Sexualität eine Rolle (zumindest offizell ^^), sondern Demut gegenüber Gott. Wenn man es wirklich Analysiert kommt man natürlich in ein schwieriges Gebiet, weil es natürlich parallelen zum D/s gibt ^^.

Leder, Nieten und Masken sind genau genommen natürlich kein BDSM sondern gehört eher in die Fetisch-Ecke. Aber da gab es schon immer eine starke Vermischung, besonders historisch gesehen. Aber es ist immer ein Problem dem Bösen ein Gesicht zu geben. Und da haben sich einige Merkmale halt als Praktisch erwiesen. Wenn jemand zur Tür rein kommt, bepackt mit Leder, Nieten, Ketten usw., dann dürfte den Spieler die Situation klar sein. Und auch schon in den Fünfzigern hatten die Bösewichte der Pulpromane ihren Spaß daran blonde Frauen festzubinden und mit ihren Peitschen zu drohen.
 
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Seien wir ganz ehrlich, auch in der öffentlichen Wahrnehmung oder in anderen Medien kommt BDSM auch nicht gut weg. Zur Erinnerung muss man sich nur mal Pulp Fiction mal wieder anschauen.

Was hat PF mit BDSM zu tun?

*Diese Frage ist ernstgemeint, weil ich nicht weiss, worauf du dich beziehst, denn die Szene im Keller hat NICHTS mit BDSM zu tun, zumindest nicht in der Form, wie ich so über BDSM Bescheid weiss*
 
AW: BDSM und das Böse

Zählt als Gegenbeweis jedes System, das BDSM nicht ausdrücklich als das Böse bezeichnet?
Davon gibbet nämlich Massen.
@D&D
In einer D&D Ultratech Runde hatte meine erwachter Fembot ne BDSM-Beziehung zu ner Teamkollegin. Letztere war in ihrer jugendlichen Rebellenphase durchaus mal der Kirche Loviatars beigetreten, bis sie erkannte, dass die das Ganze Thema zu krass betreiben. Es gibt eben Schmerz und es gibt SCHMERZ. Loviatar bevorzugt letzteres (obwohl IMO auch das allein Loviatar noch nicht böse macht. Entscheident ist hier eher, dass auf die Willigkeit der anderen geschissen ist).
Diese Sichtweise lässt sich IMO in den wesentlichen Kernpunkten auch auf klassisches Fantasy-D&D übertragen, womit IMO auch hier BDSM rehabilitiert ist.
 
AW: BDSM und das Böse

Zählen Mönche und anderweitige Gläubige die sich selbst geißeln?
Das währe aber schon allein aufgrund der Eigendefinition von BDSM kein Beispiel, weil sich die Prinzipien der Identitätsstiftung, die sich hinter den "harten" Sexualpraktiken verbergen um Lustgewinn - und damit implizit einer Körperbeahung - drehen. Selbstgeißelung fällt ja eher in den Bereich der absoluten Verneinung des Selbst als Subjekt mit bedürfnissen.
 
AW: BDSM und das Böse

Sein wir doch mal ehrlich. Wieviele von uns würden mit dem Thema hausieren gehen das man selbst oder die Freundin es mag mit Striehmen einer Peitsche auf dem Körper durch die Gegend zu laufen?

Sicherlich gibt es Leute die... sich so wenig aus den Vorurteil machen die mit diesem Aspekt zusammen hängen... das sie offen damit umgehen. Aber die große Mehrheit geht damit nicht hausieren.

"Normales" Bondage mag von vielen noch als Erotisch empfunden werden, aber wenn es darum geht zu sagen "Ja, ich liebe es wenn mein Sexualpartner mir schmerzen zufügt" dann hört da für die meisten dann doch die lust zum "outing" auf.

In meiner Spielleiter karriere habe ich bislang 2 Sadisten und 5 Masochisten verwendet. Meist als "Gegner" für die Gruppe. Einmal in form eines schwulen Pärchens, bei dem ich meine Mitspieler zum ersten mal von einer Seite erleben durfte die ich nie im leben sehen wollte. Irgendwie war die kombination Schwul und BDSM beim Sexspiel auf Drogen so der Punkt bei dem die Spieler anfingen total durchzudrehen und die NSCs bestialisch hinzurichten (den Masochisten). Seit dem nutze ich Masochisten eigentlich fast ausschließlich als Kultisten oder um eine besondere form des Wahnsinns zu verdeutlichen. So z.b. vor 14 Tagen mit einem Slaanesh Kultisten der seinen Tod durch die Spieler erfahren wollte. Bei ihm wars die Kombination Kanibale und Masochist die ihn letztendlich auf einem Fleischerharken im Kühlhaus enden ließ.

Für mich, so rein aus meiner Erfahrung her, würde ich einfach sagen das die meisten Menschen bei Masochisten sofort an eine Art Untermensch denken. Jemand der pervers und abnormal ist. Meiner Erfahrung nach behandeln spieler Maschisten einfach anders als normale NPCs.

Das Leute mit solchen Neigungen aber auch normale Menschen sind weiß ich ebenfalls aus Erfahrung. Natürlich hat es einen Hintergrund wieso sie so empfinden wie sie es tun, aber ich glaube so weit will sich die Mehrheit garnicht damit befassen. Ich kenne z.b. eine (interessanterweise fällt es mir nicht gerade leicht dieses Wort zu verwenden) Sklavin, die es zwar sehr genießt die Unterwürfige zu sein, aber sich gleichermaßen unermesslich schämt und für abnormal/krank hält.

Wirft man dazu noch den Faktor USA mit ein, bekommt man ganz schnell doch eigentlich das Bild zusammen. Jemand der bei Schmerzen Lust empfinden kann nicht normal sein. Sex ist eh schlecht und wenn man mal von BDSM hört... woran denkt man? An Typen mit Gummimasken die irgendjemandem die Füße lecken und dabei dankbar sind.

Wer kann sich schon sowas als Held eines Spielfilms vorstellen? Der toughe, smarte Dirty Harry leckt nach feierabend Herrin Frau Dr Ursula die Füße, nach dem er sich in seine Lederhose und die Gummimaske mit reißverschluss gezwengt hat.

Oder stellt euch vor wie John McClaine heim zu seiner Holly kommt, sie ans den Bettpfosten fesselt und mit 20 hieben einer Peitsche belohnt, während sie freudig dabei stöhnt.


Ich selbst weiß für mich selbst, weil ich mich mit dem Thema befassen musste, das es eben nicht so ist wie man es aus dem Fernsehn kennt. Das eben nicht alle einen an der Klatsche haben und die ganze Zeit in Lack und Leder rum laufen. (Und ehrlich, ich empfinde eine Frau in einem Lederkorsett als ziemlich heiß) Trotzdem würde ich das Thema BDSM bestenfalls bei den Bösen in Rollenspiel Kampangen anschneiden. Das hat eigentlich 2 Hauptgründe.

1) Sexualität fällt bei mir unter den Tisch. Was die Spielercharaktere mit den NPCs in ihrem Schlafzimmer machen wird nicht ausgespielt. Aus diesem Grund werden die Helden bestenfalls in form von "Komik" mit dem Thema konfrontiert. (Marke: Du hast ne durchzechte nacht hinter dir, erinnerst dich an nichts, hast nen patzer beim Aufreißen gewürfelt und wachst neben einer Zwergendomina auf, dein Rücken tut dir weh)

2) Sind meine spieler meistens mit dem Thema Sex nur dann konfrontiert wenn es als zusätzlicher "Anreiz" dienen soll. Sex als "Strafe". Der Bösewicht der androht die Heldin zu vergewaltigen oder die heiße Baronin die sich als Schwarze Wittwe mit peitsche entpuppt.

Das mag sicherlich ziemlich Klischeehaft sein und tut sicherlich nichts zur Anerkennung von BDSM als durchaus akzeptable Sexualpraxis, aber dafür ist meine Rollenspielrunde auch nicht da. Ich empfinde es zwar als Schade, aber ich würde auch ungern das Risiko eingehen solche Themen in die Runde einzubauen ohne genau zu wissen wie die Leute darauf reagieren. Es bringt einfach nichts die Stimmung dadurch zu ruinieren das jemand sowas als absolut abstoßend und widerwärtig empfindet. In den Klischees weiß ich einfach es wird tolleriert. Die Lanze hat schon jemand gebrochen.

Ich meine wie würde die Gruppe wohl reagieren wenn sie heraus findet das der beliebte NPC XY, den sie schon jahre lang kennen, auf einmal auf Natursekt steht. Mir als Spielleiter geht da schon sofort das Bild im Kopfrum wie alle am Tisch das Gesicht verziehen, unabhängig davon wie sie vielleicht persönlich empfinden. Schlicht und ergreifend deshalb weils doch irgendwo Sozial nicht anerkannt ist.

Das ist wie eine Männerrunde. Wo jeder der größere Macho ist und dann nach Hause geht und der Freundin jeden Wunsch von den Augen abließt. Egal wie man vielleicht Persönlich etwas empfindet in erster Linie gibt es doch irgendwo themen die man nicht öffentlich ansprechen will.
 
AW: BDSM und das Böse

Wie kommt denn in einen BDSM Thread die Hellokittyonline Werbung rein???? GOOGLE mach deine AUGEN auf.
 
AW: BDSM und das Böse

Wie kommt denn in einen BDSM Thread die Hellokittyonline Werbung rein???? GOOGLE mach deine AUGEN auf.

Es gibt glaube ich eine "BDSM-Variante" (natürlich werden da alle Cliches verabreitet) von Hello Kitty. Meine Google-Suche fand aber noch was besseres.

Ansonsten sehe ich einen Unterschied zwischen dem psychopathologischen Sadisten, der sich an den Qualen anderer Menschen erfreut und dieses Bedürfnis rücksichtslos befriedigt und der gemäß der tieferen Bedeutung des Begriffes ganz klar "böse" (sich seinen animalischen Bedürfnissen hingebend) ist und dem/der Dominus/a, die das genaue Gegenteil ist, nämlich eine Kontroll- und Herrschaftsinstanz, die Schmerz als Zweckmittel einsetzt, wobei in der Welt der "Consenting Adults" (gibts dafür inzwischen einen deutschen Begriff?) ja das ganze eh eher die Befriedigung der/des sub in den Mittelpunkt stellt. Nach der klassisch-christlichen Vorstellung, wie Sex zwischen Mann und Frau zu laufen habe wäre die S/M-Variante sogar wünschenswert und gut - solange sich beide dabei wirklich quälen. Ich glaube ja, Paulus war auch S/Mler...

Bezüglich des Themas werden mMn gerne der psychopathologische Sadist und der Dominus gleich gesetzt, dann zusätzlich noch Paraphernalia der D/s-Szene auf ersteren übertragen und plötzlich hat man eine Verknüpfung von zwei Themen die eigentlich nicht viel miteinander zu tun haben. Andererseits kleiden sich ja fast alle rebellischen Subkulturen gerne mit Paraphernalia der SM-Szene, was da zuerst da war wäre eine interessante Frage, gehört aber nicht hierher.
 
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