Pathfinder Golarion Hintergrund Außen hui, innen pf...?

Wer deutsche Golarion-Sourcebooks kauft, dem ist eh nicht zu helfen.
Ich hatte mal angedacht, mir deutsche Pathfinder-Bücher zuzulegen, hab dann aber eine Leseprobe von der Ulisses-Seite gezogen, und hab dann nach der Lektüre selbiger schleunigst davon Abstand genommen.
Bisher kein deutschsprachiges RPG-Material gesehn, das so stümperhaft, lieblos und hingeschludert "übersetzt" und redigiert wurde.

Sind sie wieder aus den Löchern gekrochen? ;)

Ich würde so etwas ja ernst nehmen, wenn die Rezis derjenigen, die auch die Bände gelesen haben, nicht anders wären.

@ Taschenlampe: Die kamen im deutschen AD&D1e vor... Wie viele Editionen ist der Gag schon alt? :)

@ Enpeze: Jetzt sehe ich erst, wo du wohnst - warum nicht gleich der Neufelder See? ;)
Belassen wir es doch einfach dabei: DSA- und Golarion-Setting sprechen unterschiedliche Zielgruppen an. La Cipolla steht zB für die Spieler, die sich nicht durch allzu tiefgründige Beschreibungen kämpfen wollen, du bist halt mit Aventurien glücklicher. Warum kombinierst du nicht einfach eines mit dem anderen?

Gerade unter Rollenspielern habe ich jedoch einen Tipp: Toleranz für andere Geschmäcker steht jedem von uns gut zu Gesicht.

Davon habe ich leider weder im Threadtitel, noch in deinen weiteren Thread-Beiträgen viel verspürt und du hast ja festgestellt, dass der Thread eher zur Polarisierung der Meinungen beitrug.

LG
G.
 
Sind sie wieder aus den Löchern gekrochen? ;)

Ich würde so etwas ja ernst nehmen, wenn die Rezis derjenigen, die auch die Bände gelesen haben, nicht anders wären.

Die sind ja eh zumeist Gefälligkeitsrezis und/oder von Fanboys verfasst, die eine rosarote Brille tragen und kein Auge fürs notwendige Detail besitzen. Aber da Ulisses ja nur noch PDFs rausgibt, hat sich das Problem eh bald erledigt, zumindest was die Rezeption unter den Rezensenten im Gate angeht...

Und wenn man den "Werken" halt direkt ansieht, dass kein Lektorat stattfand, und dass der Übersetzer nach erster Inaugenscheinnahme ein Bot ist... dann spricht das Bände und muss nicht kommentiert werden, sondern wird einfach nur noch belächelt.
 
also ich brech mal für die pathfinder übersetzter 'ne lanze:
die Leute machen grundsolide und hervorragende arbeit. über die übersetzung habe ich imho nichts zum beschweren gefunden
ich habe nur durchgeblättert ich kaufe die englischen aus Konsistentz und Preisgründen
 
Die sind ja eh zumeist Gefälligkeitsrezis und/oder von Fanboys verfasst, die eine rosarote Brille tragen und kein Auge fürs notwendige Detail besitzen. Aber da Ulisses ja nur noch PDFs rausgibt, hat sich das Problem eh bald erledigt, zumindest was die Rezeption unter den Rezensenten im Gate angeht...

Und wenn man den "Werken" halt direkt ansieht, dass kein Lektorat stattfand, und dass der Übersetzer nach erster Inaugenscheinnahme ein Bot ist... dann spricht das Bände und muss nicht kommentiert werden, sondern wird einfach nur noch belächelt.
Die sind ja eh zumeist Gefälligkeitsrezis und/oder von Fanboys verfasst, die eine rosarote Brille tragen und kein Auge fürs notwendige Detail besitzen. Aber da Ulisses ja nur noch PDFs rausgibt, hat sich das Problem eh bald erledigt, zumindest was die Rezeption unter den Rezensenten im Gate angeht...

Und wenn man den "Werken" halt direkt ansieht, dass kein Lektorat stattfand, und dass der Übersetzer nach erster Inaugenscheinnahme ein Bot ist... dann spricht das Bände und muss nicht kommentiert werden, sondern wird einfach nur noch belächelt.

Ich weiß ja, dass RSPer grundsätzlich mit allem Recht haben, was sie sagen.
Mit deiner Meinung befindest du dich aber trotz aller Lautstärke in der Minderheit und alle Andersdenkenden als Fanboys abzukanzeln, lässt deine Meinung nicht unbedingt überzeugender erscheinen.
Mich beschleicht der Eindruck, dass du weder die Rezis, noch die eigentlichen Bände jemals näher angeschaut hast, dafür aber umso vehementer eine Meinung zu beidem hast.
Gerade das DnD-Gate ist eben nicht ein Hort sog. "Fanboys". Der Gegenwind bei den ersten Bänden war deutlich und ließ erst nach den ersten Monaten mit zunehmender Eingespieltheit des Übersetzungsteams und Qualität der Bände nach - allerdings haben sich die Rezensenten ja auch mit dem Inhalt der Bände beschäftigt... ;)

LG
Günther
 
also ich brech mal für die pathfinder übersetzter 'ne lanze:
die Leute machen grundsolide und hervorragende arbeit. über die übersetzung habe ich imho nichts zum beschweren gefunden
ich habe nur durchgeblättert ich kaufe die englischen aus Konsistentz und Preisgründen
Danke für das Kompliment. :)
Wir haben natürlich die Hoffnung, dass wir dich mit der naheliegenderen Muttersprache noch mehr für die deutschen Bände begeistern können. Ich habe früher "zweisprachig" geleitet und gerade das Synchronübersetzen der Abenteuer in der Runde war teilweise recht ablenkend und nervig.

LG
Günther
 
Ich behaupte mal es gibt ein breites Feld zwischen "zu viel" und "zu wenig".

Nicht jedes Setting braucht eine so ausufernde Beschreibung wie DSA (tatsächlich kenne ich mittlerweile viele SL und Spieler die sich darüber beschweren, dass DSA mit Venteranen/Insidern nahezu unspielbar geworden ist, weil praktisch jedes beschissene Bauernhaus dokumentiert ist und man sich erstmal 500 Seiten Text und 20 Quadratmeter Kartenmaterial eintrichtern muss bevor man ein Abenteuer leiten kann).
Gerade wenn ein Setting Klischees bedient gibt es häufig bereits eine Art "Metavorstellung" in der Köpfen vieler Spieler die die Details fast automatisch ausfüllt - dann braucht es nicht viele Beschreibungen. Auch wenn das Setting in einer eher unorganisierten Welt spielt (Könige/Häuptlinge kommen und gehen, Kriege passieren, aber es gibt keine weltverändenden Wechsel) sind selbst Namen kaum von Bedeutung.
Spielwelten die spezieller/einzigartiger/abgefahrener sind benötigen natürlich genauere Beschreibungen, aber auch hier müssen das nicht unbedingt Namen von Herrscherhäusern, Lsiten von Kulturgütern oder Karten von Dörfern sein, sondern eher allgemeine Ausführungen die einem nahebringen wie diese Welt funktioniert und warum sie so funktioniert.
 
Ja klar. Der Mazdafahrer redet sich das auch ein wenn er neben einem Mercedes fährt. Vor allem, wenn er für den Mazda genausoviel bezahlt hat.

Aktion! Abenteuer Autoforum?
In Deinem bildhaften Vergleich steht wohl Mercedes für...
Ach ne, lass ma. Ich dachte, Du wolltest diskutieren.
Ich steig mal in meinen teuren Mazda und bin raus!

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p.s. Möchte jemand einen thread über die Qualität der dt. Pathfinder-Übersetzungen aufmachen?
Oder gabs den schon?
 
Ich behaupte mal es gibt ein breites Feld zwischen "zu viel" und "zu wenig".

Nicht jedes Setting braucht eine so ausufernde Beschreibung wie DSA (.

Gebe ich Dir absolut recht. DSA hat eine zu lange und zu ausufernde Beschreibung. Aber wenigstens gibt einem das Spiel die freie Entscheidung diese unzähligen Details zu lesen oder nach Gusto wegzulassen. Ich bin mir sicher, daß die meisten DSA Spieler in freier Wildbahn auch genauso spielen und nur Teile des angebotenen Materials lesen.

Bei Golarion hab ich die Option Details wegzulassen nicht. Weil es diese erst gar nicht gibt. Statt solcher interessanter neuer kultureller Details wird altes immer wieder recycelt und breitgewalzt.

Sehr gut kann man diese niveaulose "Flachschreiberei" bei den Göttern erkennen. Hier habe ich ein flottes 60seitiges Bändchen (um nicht ganz so flotte 18,- Euro) mit 2seitigen recht dürftigen Beschreibungen über die wichtigsten Götter.

Pfff...denkt man sich da enttäuscht im ersten Moment. Ist das alles? Nein denn es scheint hier Abhilfe zu geben! In den Adventure Pathes gibts in AP2 und AP5 jeweils eine weitere vielleicht 10seitige Beschreibung, die ja tiefer in die göttliche Materie eindringt und sich immer nur einem einzigen Gott widmet! Nachdem man diese Artikel gelesen hat, kommt wieder die große Ernüchterung. Denn erfährt man hier sehr viel neues über den Gott? Erfährt man Einzelheiten über genaue Glaubensrichtlinien, oder vielleicht sogar Tempelgrundrisse, die Trachten und Hierarchie der Priester, Gebete, Liturgien? Nein, von alledem größtenteils wenig und meist sogar absolut NICHTS. Das Gros des Textmaterials in diesen "tiefergehenden" Artikeln sind breitgewalzte Wiederholungen die man bereits so im Almanach gelesen hat und bieten daher nur wenig Mehrwert.

Gottseidank gibts Ebay.
 
Ich weiß ja, dass RSPer grundsätzlich mit allem Recht haben, was sie sagen.
Mit deiner Meinung befindest du dich aber trotz aller Lautstärke in der Minderheit und alle Andersdenkenden als Fanboys abzukanzeln, lässt deine Meinung nicht unbedingt überzeugender erscheinen.
Mich beschleicht der Eindruck, dass du weder die Rezis, noch die eigentlichen Bände jemals näher angeschaut hast, dafür aber umso vehementer eine Meinung zu beidem hast.
Gerade das DnD-Gate ist eben nicht ein Hort sog. "Fanboys". Der Gegenwind bei den ersten Bänden war deutlich und ließ erst nach den ersten Monaten mit zunehmender Eingespieltheit des Übersetzungsteams und Qualität der Bände nach - allerdings haben sich die Rezensenten ja auch mit dem Inhalt der Bände beschäftigt... ;)

LG
Günther

Wie gesagt, mir ist das deutsche PF scheissegal, und mir ist auch die "Qualität" der "momentanen" Bücher scheissegal. Ihr habt anfangs genug Chancen bekommenk, und hab es ja nichtmal bei der GRW-Neuauflage geschafft gehabt, ein gutes Lektorat hinzulegen. Für mich habt ihr bis in die nächste Steinzeit verkackt, und damit ist das Thema für mich durch. Warum sollte ich mir also deutsches PF-Material kaufen, wenn ich für den gleichen Preis 50-70% mehr US-Material bekomme?
 
@ Jace: Meinst du, dass dein Getrolle mit immer lauterem Gepoltere überzeugender ausfällt?

1. Außer uns beiden unterhält sich hier eh niemand mehr über deine Meinung. Und viel Zustimmung hast du bsiher von den wenigen Teilnehmern auch nicht erhalten.

2. Du hast immer noch nicht plausibel darlegen können, ob du tatsächlich mal in einen gedruckten Band hineingeschaut hast oder hier nur irgendwelche aufgeschnappte Parolen mit deinem persönlichen Bauchgefühl über deutsche Übersetzungen zu einem Brei vermischst.

3. @Kommentar zu Lordleviathan: Lordleviathan scheint mit Durchblättern der Printausgabe schon einen ganzen Schritt weitergegangen zu sein als du selbst, denn:
Jace schrieb:
Ich hatte mal angedacht, mir deutsche Pathfinder-Bücher zuzulegen, hab dann aber eine Leseprobe von der Ulisses-Seite gezogen, und hab dann nach der Lektüre selbiger schleunigst davon Abstand genommen.
Mit welchem Recht sprichst du ihm seine Meinung ab, wenn du dir nicht einmal einen echten Band angeschaut hast?!

Hat da auf der Vorseite jemand anders unter deinem Namen gepostet oder ist dir das dort Geschriebene bereits heute beim Posten entfallen?! o_O

Mir könnte es ja egal sein, was du hier erzählst, aber anders als dir ist mir daran gelegen, anhand konkreter Beispiele zu erfahren, wo sich etwas verbessern lässt. So wie in bisher jeder Auflage der deutschen Regelbände Errata eingeflossen sind, wird das auch bei künftigen Auflagen der Fall sein.

Nur: Für Verbesserungen jeglicher Art bedarf es schon konkretere Auskünfte als einer diffusen Stinkewolke, die die "scheissegal"-Anhäufung in deinem Beitrag verbreitet. Und außer viel lauter und heißer Trollluft hast du bisher leider nichts konkretes sagen können.
Schade. Und eine absolute Zeitverschwendung.

Über den Preisunterschied zwischen englischer und deutscher Ausgabe lässt sich eh nicht streiten: Buchpreisbindung und Auflagenhöhen sind nicht wegdiskutierbare Fakten.
 
Da die Frage nach der Qualität der deutschen Übersetzung nichts mehr mit dem Ursprungsthema zu tun hat, sollte sie, bei weiterem Diskussionsbedarf, in einem eigenen Thread diskutiert werden.
 
Danke für die Auslagerung - auch wenn ich endlich wieder etwas zum Lachen hatte...

Das Ausgangsthema war ja im Grunde der Unterschied zwischen Hintergrundwelten wie Golarion und Aventurien.
Bei beiden Welten bestehen völlig unterschiedliche Philosophien:
Aventurien ist eine Welt, die sich weiterentwickelt und auf der die Zeit fortgeschrieben wird. Aktionen von Spielercharakteren können den Lauf der Welt durchaus ändern. Problem: Ältere Abenteuer werden teilweise in der vorliegenden Form obsolet, da sie zu Gegebenheiten spielen, die gar nicht mehr existieren, wenn man sich voll auf den simulatorischen Ansatz einlässt. Ein weiteres Problem ist auch in meinen Augen, dass für Spielereigenentwicklungen kaum Platz ist, da schon die nächste Box die liebevoll erdachte Region plattmachen kann. - Ich erinnere mich da an eine sehr gute, externe Erweiterung im Magazin Der Letzte Held, welche dann der Südseebox zum Opfer fiel.

Golarion dagegen hat keine verlagsseitig bestimmte Weiterentwicklung. Die Kampagnenwelt wird im Jahre X präsentiert (der Weltenband liegt gerade nicht in Reichweite, um die genaue Zahl nachzusehen). Jede Spielrunde erschafft quasi ein eigenes Universum, wie sich die Welt ab dem Jahre X weiterentwickelt. Paizo geht erstmals mit dem Abenteuerpfad "Zerbrochener Stern" das Wagnis ein, auf Ereignisse früherer APs einzugehen und erschafft einen minimalen Meta-Plot um die Runenherrscher und andere Themen. Golarion erhebt gar nicht den Anspruch, derart ausgefeilt zu sein wie Aventurien. Ich gebe zu, manchmal wünsche ich mir auch, dass verschiedene Punkte tiefer erörtert würden (wie zum Donner ist Aroden gestorben?), andererseits gibt es so aber auch stetig neue Abenteueraufhänger - bin eh ein Spielleiter, der APs mehr als Inspiration sieht...

Der Vergleich zwischen den beiden Welten hat also eher etwas von Äpfel und Birnen, denke ich.
 
Danke für die Auslagerung - auch wenn ich endlich wieder etwas zum Lachen hatte...

Wirklich? Nachdem ich auf mein Geldbörsel geschaut habe und nachgezählt habe, was mir die PF Bücher letztendlich kosteten, kamen mir die Tränen. :)

Das Ausgangsthema war ja im Grunde der Unterschied zwischen Hintergrundwelten wie Golarion und Aventurien.
Bei beiden Welten bestehen völlig unterschiedliche Philosophien:
Aventurien ist eine Welt, die sich weiterentwickelt und auf der die Zeit fortgeschrieben wird. Aktionen von Spielercharakteren können den Lauf der Welt durchaus ändern. Problem: Ältere Abenteuer werden teilweise in der vorliegenden Form obsolet, da sie zu Gegebenheiten spielen, die gar nicht mehr existieren, wenn man sich voll auf den simulatorischen Ansatz einlässt. Ein weiteres Problem ist auch in meinen Augen, dass für Spielereigenentwicklungen kaum Platz ist, da schon die nächste Box die liebevoll erdachte Region plattmachen kann. - Ich erinnere mich da an eine sehr gute, externe Erweiterung im Magazin Der Letzte Held, welche dann der Südseebox zum Opfer fiel.

Von Metaplots hab ich gar nichts geschrieben. Sie spielen in meiner Argumentation über Detaildichte auch keinerlei Rolle.

Nein das einzig wichtige an meiner Argumentation in Bezug auf DSA war der Vergleich, daß die Regionalbände liebevoller und mit mehr Details gemacht seien. Mehr ist da nicht. Kein Bezug auf die Regel und kein Bezug auf die Abenteuer oder deren Plots (diese beiden DSA Teilbereiche sind für mich in keiner Weise weiterempfehlbar). Bitte daher auch nicht ablenken, daß eine Welt Metaplots hätte und die andere nicht.

Für den heftigen Kaufpreis erwarte ich, daß mir eine phantasievolle, optisch erstklassige, detailfreudige ja nahezu perfekte Welt vorgesetzt wird bei der ich als vielbeschäftigter Mann nur ein Minimum an eigener Arbeit hineinstecken muß um dort halbwegs anspruchsvolle Rollenspiele zu spielen, die über den üblichen Dungeoncrawl hinausgehen und die Kultur der bespielten Nation zum Thema haben. In der Optik Golarions gelingt dieser Anspruch (und auch die verführerische Gefährlichkeit - siehe Threadtitel), da muß man wohl nicht lange argumentieren, beim Phantasiegehalt auch aber bei den Details eben leider nicht.

Der Vergleich zwischen den beiden Welten hat also eher etwas von Äpfel und Birnen, denke ich.

Man kann theoretisch jeglichen Vergleich als Vergleich zwischen Äpfel und Birnen bezeichnen, da jede RPG Welt ihre eigenen Parameter hat wenn man nur lange danach sucht. Damit wären alle kritischen Vergleiche von vornherein absurd. Das wäre finanziell gesehen natürlich toll, da sich jeder Kunde zuerst die Bücher kaufen muß um zu wissen WAS und welche weltspezifische Detaildichte er für sein Geld bekommt - und für viele der netteren Foristen hier auch politisch korrekt -, aber als Vorab-Entscheidungshilfe welches Setting man nehmen soll ist so ein Apfel/Birnenargument nicht gerade zuträglich. (Und es ist ja auch nicht so, daß ich Golarion mit dem viktorianischen Rippers oder der Welt von Marvel Superheroes verglichen hätte - denn DAS wäre in der Tat ein Apfel und Birnenvergleich, sondern mit einer anderen von der Menge des Textmaterials vergleichbaren EDO Fantasywelt)

Um es mal so zu sagen: hätte ich den ersten Post meines eigenen Threads vor meinem Kauf der PF Bücher gelesen, wäre ich trotz der 1A PF-Optik vorsichtiger ans Werk gegangen und hätte mir mal 1 Testbuch bestellt, bevor ich die ganze Linie kaufe. Der Thread wäre also eine Art Entscheidungshilfe gewesen und hätte mir eine Menge Geld erspart. (und Euch leider Einnahmen gekostet) Es gibt natürlich genügend Leute, denen die Detaildichte egal ist und die auf dem Standpunkt "hauptsache viel" stehen, das ist mir klar. Aber umgekehrt gibts ebensoviele Leute, die Details bevorzugen, und die sind dann froh wenn sie eine Diskussion über dieses Thema in einem PF Forum lesen können. Ob diese Kritik nun gerne gesehen wird oder nicht, ist mir relativ wurscht, wichtig ist mir zuerst mal: dieser Unterschied (ich nenne es Mangel) wird öffentlich angesprochen. In Eurer Online-Werbung und in anderen Fan-Threads werden solche "Eigenheiten" (um einen Euphemismus zu verwenden) naturgemäß ja nicht weiter erwähnt.
 
Mit den Ohren wackeln tue ich eigentlich, wenn ich Äußerungen lese wie "Ich hatte Buch X von Verlag Y aus der Reihe Z in der Hand. Ich musste gar nicht hineinsehen oder den Klappentext lesen, um zu wissen, dass es Mist ist. Danach fühlte ich mich so schmutzig, dass ich mir in der nächsten Kirche mit Weihwasser die Hände waschen musste." - Trolliger geht es kaum noch. Ich habe nichts gegen begründete Kritik oder konstruktive Kommentare und Diskussionen, aber wenn ich derartiges lese, weiß ich, aus welcher Ecke der Wind weht - und dann habe ich etwas zum Lachen.

@Enpeze: Es tut mir natürlich leid, dass Pathfinder, bzw. die Hintergrundwelt Golarion nicht deinen Vorstellung von perfektem System oder 110% ausgebauter und ausgefüllter Welt entsprechen. Wie gesagt, da gehen die Geschmäcker auseinander. Ich selbst gehöre zu den Spielleitern, die nicht alles vorgekaut serviert bekommen wollen, sondern Platz brauchen, um eigene Dinge in der Welt unterzubringen, daher liegt Golarion meinem Herzen näher als z.B. Aventurien. Auch die Abenteuerpfade beanspruchen nicht für sich, komplett alles abzudecken, dazu reicht meist schon der Platz nicht, um auf jede Eventualität eingehen zu können (Spieler sind ja schließlich oft unberechenbar).
 
Betracht ich mir den Post von enzepe muss ich sagen, dass es offenbar doch ein zu wenig an Informationen gibt.
Wenn man im Abenteuer direkt mit gewissen Gruppierungen zu tun hat , sollten die Informationen/Beschreibungen über diese auch präzise und detailgetreu sein. Letztlich kann man sich ja immernoch entscheiden nicht mit dieser Gruppierung zu spielen oder als eine Subsekte/Spezialgruppe der Verehrer dieses Gottes zu deklarieren (und damit die große Gemeinschaft anders auszuarbeiten).
Ein "wir wollen dem Spieler die Freiheit lassen" zieht da nicht mehr.


Gebe ich Dir absolut recht. DSA hat eine zu lange und zu ausufernde Beschreibung. Aber wenigstens gibt einem das Spiel die freie Entscheidung diese unzähligen Details zu lesen oder nach Gusto wegzulassen. Ich bin mir sicher, daß die meisten DSA Spieler in freier Wildbahn auch genauso spielen und nur Teile des angebotenen Materials lesen.

Bei Golarion hab ich die Option Details wegzulassen nicht. Weil es diese erst gar nicht gibt. Statt solcher interessanter neuer kultureller Details wird altes immer wieder recycelt und breitgewalzt.

Sehr gut kann man diese niveaulose "Flachschreiberei" bei den Göttern erkennen. Hier habe ich ein flottes 60seitiges Bändchen (um nicht ganz so flotte 18,- Euro) mit 2seitigen recht dürftigen Beschreibungen über die wichtigsten Götter.

Pfff...denkt man sich da enttäuscht im ersten Moment. Ist das alles? Nein denn es scheint hier Abhilfe zu geben! In den Adventure Pathes gibts in AP2 und AP5 jeweils eine weitere vielleicht 10seitige Beschreibung, die ja tiefer in die göttliche Materie eindringt und sich immer nur einem einzigen Gott widmet! Nachdem man diese Artikel gelesen hat, kommt wieder die große Ernüchterung. Denn erfährt man hier sehr viel neues über den Gott? Erfährt man Einzelheiten über genaue Glaubensrichtlinien, oder vielleicht sogar Tempelgrundrisse, die Trachten und Hierarchie der Priester, Gebete, Liturgien? Nein, von alledem größtenteils wenig und meist sogar absolut NICHTS. Das Gros des Textmaterials in diesen "tiefergehenden" Artikeln sind breitgewalzte Wiederholungen die man bereits so im Almanach gelesen hat und bieten daher nur wenig Mehrwert.

Gottseidank gibts Ebay.
 
Golarion ist ein Setting in dem man auf einem Mörder-Roboter-Skorpion reiten kann, der Laser verschießt und die Landschaft mit Miniguns perforiert, während man Dämonen und Engel beschwört, die einem die Drinks kühl halten und einen mit Trauben füttern. Das ist der Punkt wo jeder Einwand gegen die Perfektion des Settings irrelevant wird :D
 
Ist auch immer sehr spielerabhängig.

Ich hab lieber was, wo ich mich relativ frei austoben kann. Das absolute Gegenbeispiel war eine DSA-Runde, wo ich als neue Spielerin Motze gekriegt habe, weil meine Söldnerin kein Federbarett trug.
Angesichts meiner Lust mich ewig in Charerstellung und Hintergrund einzulesen, ists dann genau dabei geblieben.
 
Angesichts meiner Lust mich ewig in Charerstellung und Hintergrund einzulesen, ists dann genau dabei geblieben.

Da ich einen Charakter für lange Zeit zu spielen gedenke, gehört das für mich bei jedem Rollenspiel dazu, mich in den Hintergrund einzulesen. Ich bin immer sehr enttäuscht, wenn ich nicht ein Mindestmass an Detailtiefe habe, Gut, ein Federbarett ist nun nicht das, was ich als wichtig empfinden würde, aber mehr als "du bist Söldner aus Almada" muss es schon sein. Ich will wissen, was es heißt Almadaner zu sein, wie diese fühlen und denken, aufgewachsen sind und glauben etc.

Genau das ist für mich das wichtige am Rollenspiel.
 
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