DSA 5 Ein englisches DSA 5?

DSA hat ein Attacke Parade System, was den Konkurrenten D&D und Pathfinder fehlt.
Zu mindest bei D20/PF wäre das anhand der "Players Roll All The Dice" Optionalregel relativ simpel zu integrieren.

An sonsten fehlt mir beim Thema noch der Vergleich zu Dungeonslayers. Soweit ich weiß ist dass das einzige deutsche Rollenspielprodukt, das es schaffte, eine hoch motivierte, internationale Fan-Community aufzubauen, dass es sogar ziemlich beeindruckende Übersetzungsprojekte in die diversen Sprachen gab/gibt.

DS erscheint mir als der optimale Kompromiss zwischen klassisch-amerikanischem Dungeon-Hack und Deutschfantasy transportiert in der kompakt-einsteigerfreundlichen Kampagnenwelt Caera.
 
Verrückte Idee: Anstatt DSA International zu machen könnte man ja auch erstmal nur das Setting nach anderen Regeln rausbringen. Z.B. D20. Nur um zu sehen ob denn das Setting und die Spezielle DSA-Art überhaupt jemanden Reizt. Falls das fruchtet kann man dann immer noch das "Originalsystem" nachträglich rausbringen.
Nur um zu sehen, ob die spezielle DSA-Art jemanden reizt, müsste Ulisses bei deiner Idee in deren Umsetzung verdammt viel Arbeit reinstecken. Deutlich mehr als bei einer reinen Übersetzung. Im ersten Schritt müsste Ulisses bei deiner Idee erst mal allen wichtigen Fluff aus allen Büchern zusammenschreiben (und dann übersetzen). Als nächstes müsste Ulisses Experten für das angestrebte neue Regelsystem finden, die DSA-Regeln in dieses System umsetzen. Nach der Umsetzung in das neue Regelsystem muss dieses ausgiebig getestet werden. Als Negativbeispiel sei hier Earthdawn mit seiner Pathfinder und Savage Worlds Version genannt. Ulisses hat in diesem Fall einen Bonus, denn sie haben Pathfinder Experten im Verlag. Ob Paizo von englischsprachigen Abenteuern mit Pathfinder und DSA Werten begeistert wäre, weis ich nicht und ich kenne auch nicht die entsprechenden Verträge.

aber es gibt einige Settings die zunächst als D20 Variante rauskamen um dann später (bei Erfolg) ein eigenes System zu bekommen.
Welche meinst Du genau? Welche davon haben bei Erfolg ein eigenes System bekommen? Mir sind nur Neuaufgüsse von D20 Settings bekannt, die mit Savage Worlds Regelwerk eine Zweitverwertung erfuhren. Wie gut diese ursprünglichen D20 Settings an das Savage Worlds Regelwerk angepasst oder umgeschrieben wurden, steht auf einem anderen Blatt.

Oder man bringt DSA-Abenteuer mit Werten für D20 und DSA heraus. Dann könnten Interessierte erstmal mit den vertrauten Regeln die Welt beschnuppern um bei Gefallen dann umzusteigen.
Du willst englischsprachige DSA-Abenteuer mit D20 und DSA Werten ausstatten, wobei letztere Werte nur dann interessant sind, wenn es auch ein englischsprachiges DSA Regelwerk gibt, für die man sie auch benutzen kann. Um deine Idee umsetzen zu können müsste Ulisses erst mal ein englischsprachiges GRW liefern.
 
Welche meinst Du genau? Welche davon haben bei Erfolg ein eigenes System bekommen?

Hmm, ich muß zugeben auf Anhieb fallen mir jetzt auch nur Grimm und Iron Kingdoms ein. Aber immerhin, es gibt welche.

Du willst englischsprachige DSA-Abenteuer mit D20 und DSA Werten ausstatten, wobei letztere Werte nur dann interessant sind, wenn es auch ein englischsprachiges DSA Regelwerk gibt, für die man sie auch benutzen kann. Um deine Idee umsetzen zu können müsste Ulisses erst mal ein englischsprachiges GRW liefern.

Oder man fügt im Vorwort ein das die DSA Werte für ein eventuell später folgendes DSA Regelwerk sind. Naja... ist halt eine verrückte Idee.
 
Sollte Ulisses so... unglaublich dumm sein, sich dieses Projektes anzunhemen: Was von den wenigen leuten Kritisiert wurde, die sich DSA4 auf englisch geholt hatten, war das das setting im Buch quasi nicht vorhanden war, weswegen auch die assumptions nicht nachvollziehbar waren, bzw. niemand wußte was er damit machen sollte.
 
Die Frage ist doch: Was kann DSA, was der ausländische Spieler (englische Ausgaben richten sich ja auch an Spieler anderer Zungen) nicht genauso gut oder besser mit D&D, PF, Savage Worlds usw. spielen kann?

Die Gewinnerantwort lautet: Spielen auf Aventurien!

Also MUSS die Welt und ihre Besonderheiten es reißen - das Flair von Aventurien ist ein anderes als das der Vergessenen Reiche, Golarions und der ganzen Wilden Welten. Demnach muss man das herausstreichen.

Das System ist bestimmt NICHT der Grund, weshalb ein englisch-spielender Spieler zu DSA wechseln möchte. Höchstens, wenn es das Setting und den Flair der Welt in einer bestimmten Weise unterstützt (ob das der Fall ist, kann ich nicht sagen, da ich z.Z. und seit langem schon keine DSA spiele - ich fand's eher "Ist halt so das System hier ... okay. Dann flimme ich nun den Flamm im Dunkeln ... ").

Und ob Germanen gerne das Spielen oder Fang-den-Hut, kann ihm auch wurscht sein. Und ist es auch.
 
Gibt es ein Produkt in der Anglosphäre das einen vergleichbaren Typ Spieler zum Kauf motiviert wie DSA es in Deutschland tut?
Ich suche ein detailverliebtes, regelschweres Rollenspiel, mit durchgängig fortgeführtem Metaplott in englischer Sprache. Gibt es das ?
 
Anstatt DSA International zu machen könnte man ja auch erstmal nur das Setting nach anderen Regeln rausbringen. Z.B. D20
Oh BITTE. Ich hole schon mal das Popcorn. :D

Ernsthaft? Klar, warum nicht. Klein genug anfangen, evtl. mit Kickstarter, gut planen, dann kann das ein englischsprachiges Rollenspiel mit liebevollem Fankreis werden wie hundert andere auch. Das größte Problem wären wohl große Erwartungen. Aber die muss man ja nicht haben.
 
Die Gewinnerantwort lautet: Spielen auf Aventurien!

Also MUSS die Welt und ihre Besonderheiten es reißen - das Flair von Aventurien ist ein anderes als das der Vergessenen Reiche, Golarions und der ganzen Wilden Welten. Demnach muss man das herausstreichen.

So sehe ich das auch. Aventurien könnte vielleicht für diejenigen interessant sein, die typische High Fantasy-Welten wie Faerun zu abgefahren finden und lieber etwas bodenständigeres wollen, Harnmaster aber zu extrem finden.

Daher würde ich im Falle einer Übersetzung dann Sachen wie Myranor, Jahr des Feuers (fliegende Festung) oder 7 Gezeichnete eher nicht in den Vordergrund rücken.
 
Vielleicht ist die Lehre aus der Zak S-/RPGPundit-Kontroverse, daß für den englischsprachigen Markt einfach den LGBT-Aspekt (naja, eigentlich nur LGB; ich meine damit nicht die Modelleisenbahn) von DSA (lesbische Monarchinnen, bisexuelle Hochgeweihte, ulmenholzstabsuchende Magierlehrlinge, die sich mit drei Holzfällern auf einmal einlassen usw.) stärker betont werden soll.

Also sowas wie The Dark Eye: Roleplaying diversity since 1984
 
Ich hab den "LGB" Anteil in DSA ja immer eher wahlweise als ziemlich stumpfes Wish Fullfilment oder aber als bloßen Comic Relief wahrgenommen. Aber hey, eine neue Kontroverse ist bekanntlich auch eine gute Werbung. :D
 
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